Ermittlungen

Polizei sucht Zeugen nach Nazi-Schmiererei an der Wiwili-Brücke

Sina Gesell

Die Polizei hat bislang keine Hinweise darauf, wer den Schriftzug "Arbeit macht frei" an die Wiwilibrücke geschmiert hat. Nun sucht sie nach Zeugen.

Wie berichtet, hat ein Unbekannter mit pinker Farbe "Arbeit macht frei" an eine Mauer der Blaue Brücke gesprüht, die die Altstadt mit dem Stadtteil Stühlinger verbindet. Daraufhin hat der Staatsschutz die Ermittlungen aufgenommen.


Das zeige, so Polizeisprecher Dietmar Ernst, dass der Sache Gewicht beigemessen werde. Schließlich habe die Tat einen antisemitischen Hintergrund. Der Schriftzug "Arbeit macht frei" war über den Eingangstoren vieler Konzentrationslager angebracht und gilt als zynisches Symbol für die Gräueltaten der Nazis.

Polizei: Keine Häufung in der Stadt

Entdeckt wurde die Schmiererei am Dienstag. Ernst geht davon aus, dass der Sprayer den Spruch in den Nächten zuvor – vermutlich sogar in der Nacht zuvor – angebracht hat. "Lange kann die Tat nicht zurückliegen." Da das Sprayen eine Weile gedauert haben dürfte, ist Ernst zuversichtlich, dass Zeugen den Unbekannten beobachtet haben könnten. Bislang sind laut Ernst noch keine Hinweise eingegangen.

Politische Schmierereien kommen dem Sprecher zufolge im Bereich des gesamten Polizeipräsidiums "gelegentlich" vor, sei es von rechts oder links. "Eine Häufung gibt es in der Stadt Freiburg aber nicht."
Die Polizei bittet Zeugen, sich beim Kriminaldauerdienst unter Tel. 0762/882-5777 zu melden.

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