Freiburg

Polizei stoppt Düsseldorfer Ultras auf Autobahn und sucht jetzt Zeugen der Schlägerei mit SC-Ultras

BZ-Redaktion, Karl Heidegger & Fabian Vögtle

Bei einer Schlägerei zwischen gewalttätigen Fußballfans nach dem Bundesligaspiel in Freiburg wurden mehrere Menschen verletzt, die Düsseldorfer Ultras konnten zunächst flüchten.

Der Zwischenfall ereignete sich gegen 18.45 Uhr nach dem 1:1-Remis zwischen dem SC Freiburg und Fortuna Düsseldorf an einer Tankstelle an der Leo-Wohleb-Straße, in der Nähe der Freiburger Innenstadt.


Laut Polizei kam es auf Höhe des Ballhauses gezielt zu der Auseinandersetzung zwischen Ultra-Gruppierungen aus Freiburg und Düsseldorf. Anders als am Sonntagabend berichtet, soll es sich dabei nicht um eine verabredete Schlägerei gehandelt haben. Das betonte Polizeisprecher Martin Lamprecht am Montag.

Gezielter Austausch von Gewalttätigkeiten

Nach derzeitigem Ermittlungsstand hielt ein Kleinbus mit Düsseldorfern, der im zähfließenden Verkehr vom Stadion kommend, auf dem Areal der Tankstelle anhielt.

Einige Ultras stiegen direkt aus dem 9-Sitzer-Bus aus und schlugen sich mit mehreren SC-Ultras, die laut Lamprecht aus Südbaden und aus der Schweiz sind.

Diese waren vom Stadion kommend zu Fuß entlang der Schwarzwaldstraße unterwegs und näherten sich nach Polizeiangaben bei der Tankstelle dem VW-Bus.

14 Festnahmen nach der Schlägerei

Wie viele Ultras an der Schlägerei teilnahmen, ist jetzt Gegenstand der Ermittlungen. Jedenfalls wurden vor Ort sieben gewaltbereite SC-Fans festgenommen, einige wurden wegen leichten Verletzungen wie Platz- oder Schürfwunden vor Ort vom Rettungsdienst behandelt.

Die Fortuna-Ultras flüchteten nach der Schlägerei, die sich auch auf die Straße ausweitete, zunächst mit ihrem Bus. Die Polizei nahm sofort die Fahndung auf und stellte letztlich sieben Düsseldorfer noch im Bereich des Polizeipräsidiums auf der Autobahn in Richtung Norden.
Zeugen des Vorfalls werden gebeten, sich beim Polizeirevier Freiburg-Süd, Telefon 0761/8824421 zu melden.