Polizei stellt Wohnungseinbrecher

Markus Hofmann

In den vergangenen Wochen sind in Freiburg zahlreiche Wohnungen aufgebrochen und ausgeraubt worden. Am Mittwochabend hat die Polizei nun einen aus dem ehemaligen Jugoslawien stammenden vermutlich reisenden Einbrecher in flagranti ertappt.

Ein Passant hatte die Tat beobachtet, sofort die Polizei informiert und maßgeblich dazu beigetragen, dass diese den Mann sofort festnehmen konnte. Die Serie der Einbrüche war damit jedoch nicht beendet, auch in der vergangenen Nacht waren der Polizei mehrere neue Einbrüche gemeldet worden.


Die Polizei nimmt an, da das Einbruchsmuster durchweg identisch ist, dass der Mann eventuell zu einer reisenden Gruppe gehört, die derzeit hier aktiv ist. Der festgenommene Einbrecher (ein 40-jähriger Mann aus Sarajevo, der angibt, mit Freunden auf der Durchreise in die Schweiz zu sein) war am Mittwochabend gegen 19.00 Uhr im Stadtteil Zähringen festgenommen worden. Bei ihm fand die Polizei noch Beutestücke aus einer Wohnung, ebenfalls umfangreiches Einbruchswerkzeug. Der 40-Jährige wurde von den Justizbehörden in Haft genommen. Bei allen Wohnungseinbrüchen waren Terrassentüren oder Fenster aufgehebelt, die Wohnungen intensiv durchsucht und dann Bargeld, Schmuck und in Einzelfällen auch Kameras oder andere elektronische Geräte gestohlen worden.

So wurden am Dienstagabend (Feststellzeit jeweils), im Stadtteil Littenweiler Einbrüche in drei Wohnungen registriert.  Die Einbrüche aus der vergangenen Nacht, alle scheinen im Laufe des Mittwochabend verübt worden zu sein, fanden in den Stadtteilen Vauban, Merzhausen, St.Georgen und Littenweiler statt. Insgesamt wurden von dort der Polizei bislang fünf Einbrüche gemeldet. Auch hier die gleiche Vorgehensweise, die Diebe waren über Terrassentüren und Fenster gewaltsam eingedrungen.

Bereits vor Tagen waren mehrere Wohnungseinbrüche im Norden Freiburgs, in Gundelfingen und Wildtal, aber auch im Emmendinger Raum angezeigt worden. Auch dort die gleiche Vorgehensweise. In annähernd allen Fällen wurden die Einbrüche am frühen Abend bis spätestens gegen Mitternacht verübt. Die Polizei hat inzwischen vermehrt Streifen in Zivil und Uniform eingesetzt, die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, die Zentrale Ermittlungsgruppe ist auch hier ständig unterwegs . Doch zur Klärung dieser Taten und zur Festnahme Verdächtiger ist die Polizei dringend auf Mithilfe aus der Bevölkerung angewiesen. Jede verdächtige Beobachtung sollte unverzüglich gemeldet werden. Dafür ist der kostenfreie Notruf 110 am besten geeignet.

Fremde, die in der Strasse, im Wohngebiet auffallen, wie sie vermutlich Häuser oder Wohnungen ausbaldowern, sollten gegebenenfalls mit einer freundlichen Frage angesprochen werden.  Aber auch hier hilft die Polizei - wenn sie denn von solchen Wahrnehmungen auch unverzüglich erfährt.

Darüberhinaus können Sicherungsmassnahmen an "Haus und Hof" das Handwerk dieser Gauner erheblich erschweren. Tipps zum richtigen Sichern von Türen und Fenstern gibt die Polizeiliche Beratungsstelle, welche im Dienstgebäude der Polizeidirektion an der Heinrich-von-Stephan-Straße auch zahlreiche Exponate bereithält, um Interessierten zu zeigen, wie man es richtig macht. Die Spezialisten der Beratungsstelle kommen auch nach Terminvereinbarung ins Haus. Dieser Service ist ebenfalls kostenfrei (Telefon 0761/882-4191).