Festnahme

Polizei schnappt Tatverdächtige nach Brand einer Freiburger Schule

Simone Höhl

Nach dem Brand einer Schule hat die Freiburger Kripo Tatverdächtige geschnappt: Zwei Jugendliche sollen das Feuer gelegt haben. Sie beschuldigen sich gegenseitig.

Ein Zeuge hat den entscheidenden Hinweis gegeben. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilt, haben die Ermittler bereits vergangenen Freitag zwei Jugendliche aus Freiburg unter die Lupe genommen. Die beiden Jungen im Alter von 14 und 15 Jahren stehen im dringenden Verdacht, den Brand an der Albert-Schweitzer-Werkrealschule im Freiburger Stadtteil Landwasser vorsätzlich gelegt zu haben, so die Polizei.


"Sie beschuldigen sich aber gegenseitig, das Feuer gelegt zu haben." Walter Roth, Polizei Freiburg
Beide Jugendliche hätten zugegeben, zur Tatzeit am Abend des 7. Januar an der Schule gewesen zu sein. "Sie beschuldigen sich aber gegenseitig, das Feuer gelegt zu haben", erklärt Polizeisprecher Walter Roth. Sie hätten Benzin mitgebracht.

Die beiden Jugendlichen sind keine Albert-Schweitzer-Schüler, wohnen aber im Stadtteil. Warum sie das Feuer gelegt haben, wissen die Ermittler bisher noch nicht. Ihre Untersuchung läuft weiter. Die zwei Tatverdächtigen waren schon zuvor bei der Polizei bekannt, sagt Roth: "Nicht wegen Brandstiftung, aber wegen verschiedener kleinerer Dinge wie Diebstähle, Randalieren und Beleidigung."

Das Feuer war an Müllcontainern am Schulhaus gelegt worden und hatte rasch auf Fassade und Dach des Gebäudes übergegriffen. Die Feuerwehr konnte gerade noch einen Vollbrand verhindern. Die Schule musste geschlossen werden und 200 Werkrealschüler mussten in Ausweichquartiere ziehen. Die Grund- und Förderschüler auf dem Schulcampus rückten zusammen. Der finanzielle Schaden kann noch nicht beziffert werden.

Ab einem Alter von 14 Jahren ist man strafmündig. Die Tatverdächtigen unterliegen dem Jugendstrafrecht. Sie sind zu Hause, ein Haftgrund liegt nicht vor, sagt Walter Roth. Die Ermittler stünden mit den Eltern in Kontakt, das Jugendamt sei in einem solchen Fall grundsätzlich eingebunden.

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