Ermittlungserfolg

Polizei nimmt mutmaßlichen Sexualstraftäter in Freiburg fest

Joachim Röderer

Die Polizei hat einen 28 Jahre alten Mann festgenommen, der gleich für mehrere Straftaten in Frage kommt. Es geht dabei um drei sexuelle Übergriffe auf Frauen in Freiburg – und um Sodomie.

DNA-Spuren, Zeugenaussagen und akribische Ermittlungen haben jetzt die Kripo auf die Spur des 28-jährigen Flüchtlings aus Eritrea geführt. Der mutmaßliche Sexualstraftäter, der in Freiburg wohnte, konnte bereits am vergangenen Freitag festgenommen werden. Er wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft dem Haftrichter vorgeführt, der eine Einlieferung in die Justizvollzugsanstalt anordnete.


Es geht um drei Angriffe auf Frauen

Dem Mann werden vier Straftaten vorgeworfen. Er soll am 11. Mai abends zwischen 21.30 und 22.30 Uhr auf dem Fußweg von der Haltestelle Runzmattenweg zur Berliner Allee im Freiburger Westen eine Frau in sexueller Absicht attackiert haben. Die Frau schrie um Hilfe, deshalb wurde zu ihrem Glück ein Radfahrer auf die Situation aufmerksam. Der Täter flüchtete.

Am 12. Juni folgte ein weiterer Vorfall. Hier befand sich der Verdächtige auf einem Spaziergang mit einer Frau, mit der es laut Polizei eine flüchtige Bekanntschaft gab, am Schlossberg. Auch hier soll er die Frau in sexueller Absicht angegriffen haben. Am 1. Juli, einem Sonntag, habe der gleiche mutmaßliche Täter morgens eine Frau auf der Okenstraße verfolgt und dann in einem Hauseingang angegriffen, so die Ermittler. Die Frau wehrte sich und konnte sich losreißen. Der Täter flüchtete auch hier.

2017 soll der Mann Tiere sexuell angegangen haben

Nach dem Überfall vom Mai konnten am Opfer DNA-Spuren des Täters gesichert werden. Die DNA führte zu einem Treffer in der Datenbank. Die Spuren passten zu DNA, welche die Polizei im Jahr 2017 im Rahmen von Verstößen gegen das Tierschutzgesetz gesichert hatte. Der Täter soll auf einem Hof in Freiburg Schafe und Ziegen in sexueller Absicht angegangen haben. Zunächst konnten die beiden übereinstimmenden Körperspuren aber keinem Tatverdächtigen zugeordnet werden.

Das soll sich nun geändert habern. Intensive Vernehmungen hätten zu dem 28-Jährigen geführt. Er war durch Körperverletzungs- und Eigentumsdelikte zuvor bereits polizeibekannt, so Polizeisprecherin Laura Riske.