Polizei-Leitfaden: So schützt man sich vor Tankstellen-Räubern!

Adrian Hoffmann

Freiburgs Tankstellen werden von Räubern geplagt. Franz Schumacher von der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle in Freiburg sagt uns im Interview, wie man sich in riskanten Momenten richtig verhält:

  • Möglichst Ruhe bewahren, nicht unüberlegt handeln - das gilt sowohl für den Tankstellenwart als auch die Kunden. Den Anordnungen des Täters Folge leisten. Gegenwehr ist oft zwecklos und reizt den Täter. Ein paar hundert Euro sind weniger wert als das Leben eines Menschen", sagt Franz Schumacher.

  • Das Äußere des Täters und den Tatablauf einprägen. Das ist enorm wichtig für die Aufklärung. Was hat der Täter an, wie alt ist er, wie groß, welche Haarfarbe, welche Sprache, körperliche Merkmale, wie ist er bewaffnet, Fluchtmittel, Fahrzeugtyp?

  • Wenn Kunden einen Überfall von außen beobachten können, rufen sie die Polizei - greifen aber nicht selbst ein! Das ist zu gefährlich und könnte mehr Schaden anrichten.
Die Täter bevorzugen für ihre Raubzüge erfahrungsgemäß die Nacht, sagt Kriminalhauptkommissar Franz Schumacher. Sie sind häufig maskiert und fast immer bewaffnet. Eine solche gefährliche Situation erfordere geschultes Personal.

Für Tankstellenbetreiber
hat Franz Schumacher eine Liste erstellt, wie sie sich sicherungstechnisch ausstatten sollten:
  • Alle Türen und Fenster sollten ausreichend gesichert sein.

  • Eine automatische Türverriegelungsanlage für den Eingang beugt einem Raubüberfall eventuell frühzeitig vor.

  • Erkennbare Videoüberwachung schreckt potenzielle Täter ab.

  • Tagestresor benutzen, der nicht vom Personal geöffnet werden kann -  darauf muss im Kassenraum aber auch durch einen Aushang aufmerksam gemacht werden.

  • Eine Überfallmeldeanlage ermöglicht eine schnelle Alarmierung der Polizei.
Für weitere Fragen steht die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle zur Verfügung, erreichbar unter Telefon: 0761/8824191.