Grenzkontrolle

Polizei finden K.-o.-Tropfen bei mutmaßlichem Drogendealer im Reisebus

BZ-Redaktion

Verschiedene Drogen hat die Polizei bei einem Mann bei der Ausreise aus der Schweiz gefunden. Die Beamten gehen davon aus, dass er bei der Street Parade in Zürich Betäubungsmittel verkaufen wollte. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Seine Teilnahme bei der Street Parade in Zürich hatte sich ein 34-Jähriger aus dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald wohl anders vorgestellt. Wie die Polizei erst jetzt berichtet, wurden am 12. August die Insassen eines Reisebusses kontrolliert. Die Beamten am Zollamt Rheinfelden fanden demnach unter dem Sitz des Tatverdächtigen ein Fläschchen mit 100 Millilitern K.-o.-Tropfen, fünf Gramm Amphetamin, zwei Gramm Marihuana und neun XTC-Tabletten.


Bei der anschließenden Durchsuchung der Wohnung des Beschuldigten wurden auch die hinzugezogenen Zollfahnder aus Freiburg fündig: Sie entdeckten weitere 300 Milliliter K.-o.-Tropfen, neun Gramm Haschisch, zwei XTC-Tabletten und eine Kleinmenge Amphetamin.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Tatverdächtige die im Bus aufgefundenen Drogen bei der Street Parade in Zürich verkaufen wollte. Die Ermittlungen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Lörrach dauern an.

Die sogenannten K.-o.-Tropfen gelten als unberechenbarer Stoff mit weitreichenden Folgen. Der enthaltene Wirkstoff Gamma-Hydroxybuttersäure - in der Partyszene besser bekannt als "Liquid Ecstasy" - wirkt zwar berauschend, kann bei falscher Dosierung jedoch zu Benommenheit bis hin zu komatösem Schlaf führen.

Die Konsumenten sind dann praktisch willenlos. Häufig wird der Stoff in Diskos oder bei Veranstaltungen dem späteren Opfer heimlich ins Glas geschüttet, um dieses dann sexuell zu missbrauchen oder auszurauben.