Polizei fasst Tierquäler

David Weigend

Der Mann, der im vergangenen Herbst in Mengen und Staufen zwei Stuten und eine Ziege gezielt im Genitalbereich verletzt hat (fudder berichtete), ist gefasst. Der 39-jährige konnte anhand eines verlorenen Knopfs identifiziert werden.



Gegen den Mann besteht der dringende Tatverdacht, am 31. Oktober 2009 eine Stute und eine Ziege in Mengen gequält zu haben. Beide Tiere wurden an den Genitalien erheblich verletzt. Die 15 Jahre alte Stute Ashanti (Foto) zog sich im Rahmen dieser Misshandlung eine schwere Kopfverletzung zu.


Wenige Tage später, am 5. November 2009, kam es in Staufen, abermals zu einer sexuell motivierten Tierquälerei, bei der eine Stute im Genitalbereich verletzt wurde.

Ins Visier der Ermittler geriet durch Zeugenhinweise ein 39 Jahre alter Mann, der persönliche Bezüge in den nördlichen Breisgau hat und zusätzlich einen Wohnsitz im Elsass unterhält.

Er war den Ermittlern kein Unbekannter: Sowohl rechts, als auch links des Rheins waren gegen ihn Ermittlungsverfahren wegen Tierquälerei anhängig. Zwei Hinweise belebten die Ermittlung: Der Tatverdächtige benutzte zu den Tatzeiten ein rotes Auto mit dem Departement-Kennzeichen für „Haut Rhin“, Ziffer 68. Genau ein solches Fahrzeug mit der Departementkennung „68“ war in der Tatnacht vom 29./30.Oktober 2009 von zwei Zeugen im Bereich von Mengen gesehen worden.

Außerdem sicherten die Ermittler nach der Tat in Mengen einen auffallenden Knopf, wie man ihn an Trachtenjacken findet. Solch ein Knopf wurde auch am 1. Februar 2010 im Rahmen einer richterlich angeordneten Wohnungsdurchsuchung beim Tatverdächtigen in dessen Wohnung im Elsass sichergestellt. Weitere Indizien belasten den 39-Jährigen.

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