Polizei fängt Hängebauchschwein ein - und hält es für ein Ferkel

fudder-Redaktion

Ein Hängebauchschwein gegen sechs Polizeibeamte – es muss eine kuriose Szene am Donnerstagmorgen in Betzenhausen gewesen sein, als die Polizei ausrückte, um ein herrenloses Schwein einzufangen.



Kurz nach 5 Uhr am Morgen hatte ein Mitarbeiter einer Bäckerei am Bischofskreuz vor dem Geschäft das Tier entdeckt. Entgegen einer ersten Meldung der Polizei handelte es ich bei dem kniehohen Tier allerdings keinesfalls um ein „rosafarbenes Ferkel“ – sondern um eine mittelgroße Hängebauchschweindame mit schwarzem Kopf und Hinterteil. Das Schwein war vermutlich vom Geruch der Backwaren angezogen worden.


"Da Hausschweine im Bereich Bischofskreuz seit geraumer Zeit nicht mehr zum gewohnten Straßenbild gehören verständigte er die Polizei“ heißt es im Polizeibericht.

Vor Ort riefen die Polizeibeamten eine private Sicherheitsfirma an, die sonst von der Stadt Freiburg beauftragt wird, wenn es um das Einfangen von Hunden geht. Doch die Firma lehnte ab – Schweine gehörten nicht zum Zuständigkeitsbereich. Also machten sich die Beamten selbst daran, das Schwein einzufangen – man wollte vermeiden, dass das Tier im Berufsverkehr an der Sundgauallee herumwuselt.

Eine weitere Streife und die Diensthundeführerstaffel rückten aus. Nach „kurzer, intensiver Fahndung“ und mit Decken und Leinen konnten die sechs Beamten das Schwein schließlich unbeschadet einfangen. Sie brachten das Tier zum Freiburger Tierschutzverein.

Dort nannte man die zahme Schweinedame „Erna“ – und schon bald darauf meldeten sich ihre Besitzer. Die Schweinedame lebt eigentlich gemeinsam mit einem Eber in einer Kleingartensiedlung nahe der Gaskugel. Als der Stromzaun in der vergangenen Nacht ausgefallen ist, entwischte die Sau; der Eber blieb.

Mittlerweile haben ihre Besitzer die Sau wieder aus dem Tierheim abgeholt.

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  [Bild: Tierschutzverein Freiburg]