Polizei befreit Kleinkind aus überhitztem Auto im Sedan-Quartier

fudder-Redaktion

In der Nacht von Samstag auf Sonntag mussten Polizisten im Sedan-Quartier die Scheibe eines Autos einschlagen. In dem Auto schrie ein Kleinkind - völlig durchnässt und mit voller Windel. Einige Zeit später kam die Mutter endlich.


Gegen 1.20 Uhr  teilten aufmerksame Passanten der Polizei mit, dass in der Sedanstraße ein Kleinkind alleine in einem Auto liegen würde. Die  Scheiben des Fahrzeuges seien jeweils nur einen Spalt breit geöffnet. Das Kind schrie im Fahrzeug, weshalb mehrere Passanten aufmerksam wurden.


Als die Polizei vor Ort eintraf, bestätigte sich die Geschichte. Da zunächst kein Verantwortlicher ermittelt werden konnte und dringender Handlungsbedarf zum Schutz des Kindes bestand, wurde die Seitenscheibe des Autos eingeschlagen.

Das gerade einmal 13 Monate alte Kind wurde aus dem Fahrzeug befreit und zunächst dem DRK übergeben. Es war völlig durchnässt und die Windel war voll.

Noch während das Kind durch den Rettungsdienst untersucht wurde, kam die 24jährige Mutter hinzu. Sie räumte nach unterschiedlichen Ausflüchten letztlich ein, dass sie mit einer Freundin in die Stadt gegangen sei, um etwas zu trinken. Das Kind wurde von der Mutter völlig ungesichert, weder in einem Baby-Safe noch sonst einer kindgerechten Sitz- und Transportmöglichkeit, in dem überhitzten Fahrzeug zurückgelassen.

Die Polizei ermittelt nun gegen die junge Mutter und wird das Jugendamt einschalten.

[Foto: Dominic Rock]

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