Poken: Die USB-Visitenkarte für Social Network-Geeks

Eva Hartmann

Noch sind die kleinen USB-Gadgets recht unbekannt, doch die Chancen auf einen baldigen Hype stehen gut: Poken sind eine Art Universal-Visitenkarte für Social-Network-Geeks. Vergangenen Samstag gab es in Freiburg den ersten Poken- Stammtisch.



Man kann sie äußerst praktisch finden, oder sie schlicht für ein überteuertes Gadget für Internetsüchtige halten - wer sich mit der Meinungsfindung schwer tut, kauft sich sein Poken einfach, weil es niedlich aussieht.


In 14 verschiedenen Ausführungen gibt es den kleinen USB- fähigen Schlüsselanhänger zu kaufen, in dessen Hand sich ein Speicherchip befindet. Darauf lädt man seine persönliche Poken-Visitenkarte, auf der man neben Namen und Email-Adresse auch noch Direktlinks zu sämtlichen Social Networks und Instant Messangern speichern kann, bei denen man ein Profil hat. Trifft man jemanden, der ebenfalls ein Poken hat, führt man die Hände der beiden Plastikviecher zusammen. Kurz darauf blinkt es lustig und die Visitenkarten sind ausgetauscht.

Verbindet man das Poken anschließend mit seinem Computer, kann man die Visitenkarten der frisch gewonnenen Kontakte wiederum auf sein Poken- Profil herunterladen und kann sich dann von dort aus ansehen, wo die anderen so im Internet unterwegs sind.



Durchaus praktisch daran: Kontaktinformationen sind so innerhalb von zwei Sekunden ausgetauscht; hektisches Umgraben der Tasche nach Papier und Bleistift, oder auch umständliches Diktieren - Nachfragen - nochmal Diktieren- Einspeichern der Handynummern entfällt.

Aber viel mehr als niedlich aussehen und Visitenkarten austauschen können die kleinen Plastikdinger nicht. Ein kleiner Special- Effect ergibt sich, wenn man den Sensor des Poken für drei Sekunden gedrückt hält: Dann nämlich fängt das vierfingerige Händchen an, wild blinkend eine Mini- Lightshow abzuziehen. Das war's dann auch - außer der Poken- Visitenkarte lassen sich keine weiteren Informationen darauf speichern. Im Vergleich zu den Preisen, zu denen man mittlerweile 2-GB- USB- Sticks hinterhergeschmissen bekommt, erscheinen rund 15 Euro für ein Poken ziemlich teuer.

Einschlagen werden sie trotzdem. Vergangenen Samstag fand im Café Atlantik bereits der erste Freiburger Poken- Stammtisch statt, an dem immerhin schon 14 Leute teilnahmen. Die Atmosphäre war durchaus lustig und unterhaltsam; an das etwas promiskuitiv wirkende "Lass uns poken!", das oft fiel, noch bevor man sich überhaupt miteinander bekannt gemacht hatte, muss sich mancher vielleicht erst noch gewöhnen.

Initiiert und bekannt gemacht wurde das Treffen via Twitter (@PokenFreiburg) von Moritz Bappert (Bild oben) aus Staufen. Er ist Betreiber des ersten Poken- Onlineshops Get-a-poken und plant für die nahe Zukunft weitere Poken- Events. Demnächst soll es ein Poken- Picknick und eine Poken- Party geben. Während er für letztere noch mit Freiburger Clubs in Verhandlung steht, hat ihn rtl2 bereits zu Dreharbeiten für einen TV-Beitrag eingeladen, der demnächst gesendet wird.



Sobald genaue Daten feststehen, wird fudder die Events ankündigen.

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