Playlist Preview: unPOPular mit Lastyearsman und Roger Mikele im Slow Club

Bernhard Amelung

Am Samstagabend spielt die Schweizer Indie Pop- und Indie Rock-Band One Sentence.Supervisor im Slow Club. Nach deren Konzert spielen Roger Mikele und Lastyearsman Musik mit viel akustischer Gitarre, zwischen Folk Pop, Indie Pop, Soul und Rock bei der unPOPular, einer neuen Veranstaltungsreihe. In der heutigen Playlist Preview verraten sie, welche Schätze auf die Plattenteller kommen.



Diese Tracks hat Roger Mikele dabei:

Veronica Falls – Teenage

Die Gruppe aus London besitzt nicht nur grandiose Live-Qualitäten, sondern funktioniert auch bestens zum Tanzen im Club. Sowohl das erste Album (Veronica Falls), als auch das aktuelle (Waiting for Somethin to Happen), sowie eine rare B-Seiten Sammlung werden im Gepäck sein.

Wenn ihr auch mal wieder zu schnellen Indie-Gitarren, harmonischem Chorgesang und poppigen Basslines von Bands wie Veronica Falls, Pains of Being Pure at Heart oder den Shout Out Louds tanzen wollt, kommt am Samstag vorbei!


The Smiths – This Charming Man

Indie at its very very best! Eine unverwechselbare Johnny Marr Gitarre trifft auf den noch viel unverwechselbareren Gesang des großen Morrissey, ach! Hier gilt: Fan sein ist gar kein Wort. Daher wird es bestimmt nicht nur bei einem Smiths Song bleiben.

Wer am Ende des Abends alle Smiths/Morrissey Songs aufzählen kann, bekommt ein Jahresabo weiße Narzissen als Gewinn : ) Für all diejenigen die gerne Lesen oder mal ein Pause vom Tanzen brauchen, wird im Slow Club auch die Autobiographie vom großen Morrissey ausliegen.


Belle and Sebastian – I Want the World to Stop

Twee at its very very best! Das aus dem Mutterland des Twee (Schottland) kommende Kollektiv Belle and Sebastian erfreut uns seit nunmehr beinahe 20 Jahren mit seinen niedlichen Popsongs und verschönert mit jeder neuen Platte unsere „Wohnzimmer“ mit seinen fantastischen Covergestaltungen (auch live im Slow Club zu bewundern!).

Neben Liedern die geradezu für’s Kaffeetrinken geschrieben sein müssen, haben die Glasgower auch sehr tanzbare Nummern im Repertoire. Aber seht bzw. tanzt selbst.


Jens Lekman – Black Cab

Streicher- und Klaviersamples aus den sechziger Jahren, eine engelsgleiche Stimme und melancholische Zeilen…YES, hier kann es sich um keinen geringeren als Jens Lekman handeln! Wir sind große Fans und können aus eigener Erfahrung berichten, dass man dazu nur allzu gut das Tanzbein schwingen kann.

Viel Spaß mit dem schwedischen Morrissey bzw. Paul Simon. Neben Jens werden natürlich noch andere unpopuläre Twee-Gruppen aus Schweden wie die Acid House Kings oder Sambassadeur gespielt.


Frank Wilson – Do I Love You (Indeed I Do)

60s heißt für uns auch immer: Northern Soul. Bei sogenannten „All-Nighters“ tanzten (und tanzen noch) Nordengländer/innen bis in die frühen Morgenstunden zu vorzugsweise auf Vinyl abgespielten Soul Songs. Hierzulande muss man schon mal Reisen in die Soul-Metropole Ulm auf sich nehmen.

Aber jetzt auch in Freiburg: Soul auf 7inch Schallplatten im Slow Club. Ein kleines bisschen Seele, jetzt & Keep the Faith!

Diese Tracks hat Lastyearsman dabei:


Arcade Fire – You Already Know

Ihr letztes Grammy-ausgezeichnete Album klang mir dann doch zu sehr nach Bruce Springsteen. Doch mit dem neuen Album nehmen William und Regine Butler neue Einflüsse aus den Discos dieser Welt auf und singen dabei weiter so als ginge es um in ihr Leben. Fast jeder Song fordert zum tanzen auf, dieser aber ganz besonders.
 

Paula & Karol – Birds & Bees

Während die Indie-Pary Szene in Freiburg ja zuletzt etwas eingeschlafen ist, gibt es live, dank Locations wie dem Swamp und unserem Gastgeber, immer wieder großartige Geheimtips in der Stadt zu bestaunen. So zum Beispiel die allesamt fantastischen vier Freiburg-Konzerten des polnisch-kanadischen (!) Kollektivs Paula & Karol.

Mit dabei am Samstag auch zahlreiche andere Bands mit Freiburg-Erfahrung wie Coming Soon, Men Among Animals, The Wave Pictures und The Burning Hell.


Parenthetical Girls – Young Throats

Der Kollege Mikele hat ja so manches niedliches dabei, bei mir darf auch mal etwas exzentrischer werden. Die Parenthetical Girls mischen schon seit mehr als zehn Jahren Theatralik, uneindeutige Erotik und überbordenden Gesang auf grandiose Weise und trotzdem kamen kürzlich in Karlsruhe zu einen Wahnsinns-Liveauftritt nur knapp zwanzig Besucher. Dabei gehören sie auf die Tanzfläche!


The Last Shadow Puppets – Standing Next to Me

Abseits von Soul und Beat mag ich die 60s auch gerne baroque. Alex Turner anscheinend auch: Dies Songs seines Nebenprojekts Last Shadow Puppets sind für mich immer noch besser als fast alles, was er danach mit den Arctic Monkeys gemacht hat. Die 60s Originale dazu gibt’s dann am Samstag.


Pulp – Mis-shapes

Was muss das für ein Land sein, in dem Jarvis Cocker ungefähr den Status hat, den hier vielleicht Helmut Schmidt besitzt? Vielleicht spielen wir auch einfach einen Mitschnitt des „Sunday Service“, der Radiosendung des sexiest national treasure. Dass aber dieser Song dabei sein wird, war sofort nach der Namensfindung klar. Und ohne Pulp sollte man sowieso nie nach Hause gehen.



Mehr dazu:

Was: Konzert: One Sentence.Supervisor & Aftershow Party: unPOPular w/ Roger Mikele und Lastyearsman.
Wann: Samstag, 16. November 2013, 21 Uhr (Konzert), 23 Uhr (Party).
Wo: Slow Club.