Playlist Preview: Transmission Tobi & Torpedo Tom

fudder-Redaktion

Die Playlist-Preview: Wir befragen DJs nach ihren Tracks, die sie am Wochenende auf jeden Fall auflegen werden. Auf welche Tracks freuen sich unsere Playlist-DJs ganz besonders? Was verbinden sie mit diesen Liedern? Heute: Transmission Tobi und Torpedo Tom, die am Freitagabend im Ruefetto bei 'She's lost control again' auflegen werden.

Zum dritten Mal laden die Gastgeberinnen Nicole & Karo und DJs Transmission Tobi und Torpedo Tom zur Joy Division Appreciation-Party She's lost control again ins Ruefetto. "Die Blätter beginnen zu fallen, es wird langsam wieder kälter und die Nächte werden immer länger. Gute Gründe also, sich in warmen Gewölben zusammenzufinden, der Melancholie zu trotzen und wieder mal die Kontrolle zu verlieren" sinnieren die vier und laden ein, " voller Ehrfurcht zum Radio tanzen". Hört sich nach einem sehr guten Plan an.


Diese Tracks hat Transmission Tobi dabei:

01. Buzzcocks – Orgasm Addict
Buzzcocks Members haben ´76 das erste Sex Pistols Konzert in Manchester organisiert und selbst supported. Bei dem Konzert trafen die, mit mäßigem Erfolg  schon probenden, Joy Division Jungs auf Ian Curtis. Man beschloss mit ihm das Lineup der wohl wichtigsten und einflussreichsten Postpunk-Band aller Zeiten zu komplettieren. Also gleich 2 Bands die nicht fehlen dürfen! Die Nummer „Orgasm Addict“ war die erste Single der Buzzcocks. Zwei Minuten in denen es mehr oder minder um zwanghaft sexuelles Verhalten geht, begleitet von eingängigen Popmelodien die im Kontrast von, für damalige Verhältnisse, sagenhaft schrägen Gitarren getragen werden. Nice!
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02. Sex Pistols – Problems
Problems von den Pistols kommt vom Debüt-Album „Never Mind The Bollocks, Here´s The Sex Pistols“. Vielleicht nicht ganz so der Überhit wie Anarchy in the UK, gerade deshalb aber umso sympathischer und ein Muss.Anhören

03. Soft Moon – Circles
Eine Formation aus Brooklyn, wo der Untergrund gerade völlig kollabiert vor coolen New Wave Bands. Mit „Circles“ kommt ihr wohl hypnotischster Track, der kühle Synthie-Action mit Bass-lastigen Beats kombiniet. Alles schwer von Joy Division beeinflusst und trotzdem völlig eigenständig. Außerdem ein Megahit!Anhören

04. Editors – Bones
Die Editors konnte ich anfangs gar nicht leiden. Dank meiner Kollegin, die tagtäglich das 2te Album hat laufen lassen, musste ich mich trotzdem mit ihnen auseinandersetzen. Gefühlte 1.000 Hörversuche später hab ich tatsächlich doch noch Zugang gefunden. Mehr, die ersten beiden Platten reißen mich jedes mal wieder mit. Freitag kommt auf jeden Fall „Bones“, mein persönlicher Hit vom letzten noch guten Album!Anhören

05. Joy Division – A Means To An End
Weil das Thema ja auch wieder an Joy Division angelehnt ist, dürfen die Boys natürlich auch nicht fehlen. „A Means To An End“ kommt vom 2ten und damit letzten regulären Album, das 1980 – 2 Monate nach Ian´s Selbstmord – veröffentlicht wurde. Wie praktisch jeder ihrer Songs geht die Nummer schnell ins Ohr und ins Bein, hinterlässt aber auch immer einen bitteren Beigeschmack. Happy ist eben anders...Anhören

Diese Tracks wird Torpedo Tom servieren:

06. Cowboys International – Thrash
Nix mit Country, auch nicht Cowpunk (das kam später) aber eine sonderbare, einzigartige Wavescheibe von 1979. „The Original Sin“ liegt irgendwo zwischen Brian Eno, The Stranglers und dem Synthiewave, der folgen sollte. Die Band mit so illustren Mitgliedern wie Terry Chimes von The Clash bis Keith Levine von Public Image Limited brachte nur diese Scheibe und ein paar Singles raus, um dann in der Versenkung zu verschwinden. Diese Platte hatte ich vor 5 Jahren als ebay Beiladung erstanden und sie war es, die mich aus meiner strengen 60's Diät herausriss und mich dazu brachte etwas mehr in den Spät-Siebziger, Früh-Achtziger Ecke herumzustöbern.Anhören

07. Thin White Rope - „Dead Grammas On A Train“
À propos Cowpunk. Die konnten auch verdammt kühl und wavig daherkommen. Meine Lieblingsband – neben The Gun Club – sind die kalifornischen Thin White Rope. „Dead Grammas On A Train“ liegt perfekt zwischen Hillbilly Gitarren und nihilistischem Wavegesang.Anhören

08. The Monochrome Set – Eine Symphonie des Grauens (1979).
Den hab ich nur auf einem alten Cherry Red Rec. Sampler und jedesmal fällt mit ein, dass ich mehr von dieser Band brauche.
Auf Platte klingt's tighter als auf diesem youtube Livevideo:Anhören

09. A Place To Bury Strangers – I Know I'll See You
Aktuelle Band aus Brooklyn, mit Shoegaze-, Indierockeinflüssen und natürlich einer deutlichen Spur von der Dunkelheit unserer Mottogeber.Anhören

10. Depeche Mode – Shake The Disease
Das ist Hitparade, ich weiß, aber ich liebe dieses youtube Video mit DM zu Gast im ZDF bei Peter Illmann. „Wotts se kontent?“ - „Sorry?“ - „Wott se kontent?“ „Oh, it's basically a love song“.Anhören

Mehr dazu:


Was:
She's lost control again
Wann: Freitag, 28. Oktober 2011, 22 Uhr
Wo: Ruefetto Partykeller
  [Disclosure: Party-Gastgeberin Karo Schrey ist zwar fudders umschwärmte Haus- & Hofzeichnerin, über die von ihr veranstaltete Party hätten wir aber auch berichtet, wenn dem nicht so wäre.]