Playlist Preview (85): Hannes Orange

Marc Schätzle

Die Playlist-Preview: Wir befragen einen DJ, der am bevorstehenden Wochenende in einem Club auflegen wird. Auf welche Platten freut sich unser Playlist-DJ ganz besonders? Was verbindet er mit diesen Platten? Heute mit: Hannes Orange.



Dieses Wochenende ist Zeitumstellung. Die veranstalter von Movin' on  Up im Ruefetto freuen sich über eine Stunde länger und haben sich für diesen Abend einen Gast eingeladen: Musiker und DJ Hannes Orange aus Stuttgart.


Als Musiker hat Hannes Orange eine längere kreative Pause hinter sich und kehrt nun mit deutschsprachigem Indiepop zurück auf die Bühne – und zwar solo: Gitarre, Bassdrum und Gesang.
Als DJ hat Hannes Orange seine Heimat im Keller Klub in Stuttgart. Dort veranstaltet er seit vielen Jahren zusammen DJ-Kollege Balt Brixton den beliebten Yeah! Club.  Morgen bringt er seine liebsten Indie- und Britpop-Platten mit und lässt es zusammen mit den Movin’ on up! DJs Top Old Boy & Le Fab krachen.

Diese Platten hat Hannes dabei:

01. Robots in Disguise – The sex has made me stupid
Robots in Disguise waren die erste Band auf Crosshair, dem Label einer Freundin aus Berlin. Das Label ist dann leider sang- und klanglos von der Bildfläche verschwunden, aber die beiden Ladies aus London gibt es natürlich immer noch. Habe die Band dann auch mal für eine Show im Keller Klub in Stuttgart gebucht – es gibt einfach viel zu wenig Mädelsbands.
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02. Gang of Four – Natural's not in it
Gang of Four sind eine der Bands, die bereits vor 25 Jahren Franz Ferdinand und Co. "erfunden" haben – wir sagen DANKE! und schwingen die Hüften.
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03. Oasis – Falling down (The Chemical Brothers Remix)
Auch auf die Gefahr hin es mir mit eingefleischten Oasis-Fans zu verscherzen: Der Remix gefällt mir besser. Bei uns in Stuttgart gibt es so einen Liam Gallagher Typen, gleiche Friese und immer eine große Sonnenbrille im Gesicht. Der kam schon vor ein paar Monaten mit strahlenden Augen zu mir ans Pult und streckte mir eine CD hin: "Hier die neue Oasis Single, habe ich bei der BBC mitgeschnitten."
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04. MGMT – Time to pretend
MGMT haben für sich einen einzig- und eigenartigen Stil entwickelt, der sie deutlich vom Indie-Einheitsbrei der letzten Zeit abhebt und für mich so faszinierend macht.
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05. The Whip – Trash
Dance, dance, dance.
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06. Klaxons – Magick
New Rave. Juhu!?!
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07. Suede – Animal Nitrate
Suede war für mich so etwas wie ein Soundtrack zum Kotzen. Ich war 15 und in England als Austauschschüler. Am letzen Abend hörten wir Suede und rauchten bis ich schließlich über dem Fenstersims hing und sich das Abschiedsessen – Spaghetti Bolognese – aus dem Fenster entleerte. Leider war darunter das Küchenfenster der Familie und ein Baum, der nun mit halbverdauten Spaghetti dekoriert war. Am nächsten Morgen bin ich dann um 6 Uhr aufgestanden und habe heimlich die inzwischen festgefrorenen Nudeln in mühsamer Feinarbeit wieder eingesammelt.
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08. Lemonheads – Style
Ja, ja die guten alten Lemonheads. Habe ich vor ein paar Wochen in Hamburg gesehen. Naja, eigentlich ist ja nur noch Evan Dando von der Ursprungsbesetzung dabei. Das Konzert war jedenfalls gut, die Bühnenshow minimalistisch, alles so alte Schule, so herrlich unengagiert.
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09. The Creation – Making time
Da ich gerade so ein bisschen Modmäßig draufgekommen bin, darf natürlich dieser Modklassiker nicht fehlen. Roller, Parkas, schmale Krawatten, YEAH!
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10. Von Bondies – C'mon c'mon
Fällt ja inzwischen eigentlich schon fast unter die Kategorie Indieballermann, aber nichtsdestotrotz ein feines Tanzstückchen.
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Mehr dazu:

Was: Movin' on Up
Wann: Morgen, Samstag 25. Oktober 2008, 21 Uhr, Konzert : 22:30 Uhr
Wo: Ruefetto
Eintritt: €3

Noch mehr Termine:

Alle Termine zum Wochenende findet ihr in unserem fudder-Partyplaner "Wo rockt's?". Termine unter der Woche findet ihr unter der Rubrik Kalenderbeim Navigationspunkt "Freie Zeit". Viel Spaß beim Stöbern.