Playlist Preview (52): Brothers Incognito

Marc Schätzle

Die Playlist-Preview: Wir befragen einen DJ, der am bevorstehenden Wochenende in einem Club auflegen wird. Auf welche Platten freut sich unser Playlist-DJ ganz besonders? Was verbindet er mit diesen Platten? Warum wird er sie auflegen? Heute am Start: das Duo Brothers Incognito aus Dresden.



Zum Einjährigen feiert Paxyfication Events mit den Brothers Incognito aus Dresden, dem Liveact The Missiles aus Berlin und den beiden Locals Johannes Hörr und John Doe am Freitag im Palladium Geburtstag. Brothers Incognito heißen so, weil eine Discokugel ihr Haupt verziert. Eve Justine hingegen verziert den  Auftritt der beiden mit Live-Gesangseinlagen. Los geht's um 22 Uhr, der Eintritt kostet €5.


Diese Platten haben die beiden dabei:

01. Lützenkirchen – 3 Tage wach (Original Mix) - Stil vor Talent
Die wohl im Moment am heißesten diskutierte Platte und das schon lange vor ihrem offiziellen Erscheinungstermin am 04.03.2008. Lustiger Text, treibende Grooves sind Garanten dafür, dass dieses Stück wohl in diesem Jahr die Clubs des Landes im Griff haben wird und, wenn man den Text einmal verstanden hat, bei jedem Zuhörer ein leichtes Schmunzeln auf ’s Gesicht zaubert.

02.  Star and Ito – Sudoko Kid (Original Mix) - C2 Records
Star and Ito schenken uns hier auf dem englischen Label C2 Records eine Tech-Peaktime Bombe der besonderen Güte. Es groovt und schiebt, unterstützt durch die fette Bassline, im relativ langen, aber nicht langweiligem Aufbau. Das positiv „nervende“ Break, das mit einer Steigerung aufwartet, die über das Gehör bis zu den Beinen mit einem Verlangen nach mehr auffordert, was dann im weiteren Verlauf des Tracks erfüllt wird. Ein Dank an die beiden Jungs.

03.  Fetisch & Me – Diskotecktonik (Original Mix) - Gigolo Records

Endlich mal wieder eine Scheibe aus dem Hause Gigolo Records die so richtig nach vorne geht. Im diskoiden Retro Tech Neopop Gewand fällt sie über das Publikum her und verwöhnt dieses mit Klängen wie aus der Zeit in der Kissogram, Haito, Kotai, Codec & Flexor, Vitalic, Miami Black Palms und viele andere die Clubs mit ihren Releases beherrschten. Ein Release, das im Plattenkoffer nicht fehlen darf und was unter jeden Umständen auf den Plattenteller gehört.

04.  Zimmermann – Dawning Voice (Original Version by Tanja) - Hi Freaks

Hier eine Scheibe die noch in den Vorverkäufen steckt, aber schon mal angekündigt werden sollte… Für alle Kenner und Liebhaber von Dubfire „ Ribcage“, hier die ultimative Minimal Tech Bombe von Herrn Zimmermann. Es ist immer wieder verblüffend, wie es Producer verstehen, Titel, die über 10 min. Lauflänge haben, mit wenigen Grundmitteln so zu gestalten, dass sie trotz ihrer Länge und ihres Minimalismus, nicht langweilig werden und sind. Durch vorsichtiges hinzufügen von Snares und Claps und kurzen spielerischen Breaks, zieht sich der Aufbau bis zur herrlich vocodierten und verzerrten Stimme von Tanja. Für alle Minimalisten auf dem Floor, ein Knaller.

05. Underworld – Crocodile  (Huntemann Remix) - Different

Mann, Mann, Mann, alles was im letzten Jahr aus dem Hause Huntemann, Bodzin und Romboy kam, hat richtig Hand und Fuß und war eine riesen Bereicherung für den Plattenkoffer. Diesen Gedanken hatte wahrscheinlich auch Underworld und „verpflichtete“ bei der Remix Vergabe Oliver Huntemann. Diese Entscheidung führte dazu, dass ein Remix entstand, der einfach nur über den Floor fegt und alles unter sich begräbt, was da hopst und tanzt. Mit fetten Drums, einer fetten Bassline, fetten Snares und Claps und mit der Einbindung des fantastischen Vocals von Underworld wird dieser Remix noch einige Zeit auf den Dancefloors aufräumen und uns das Gefühl geben, ein Sturm ist losgebrochen.

06. Cnut – My Happy Robot (Original Mix) - Erkrankung durch Musique
Alter schützt vor “nicht gespielt werden“ nicht und der Label Name ist hier nicht Programm, außer man ist musiksüchtig. Denn zur Sucht kann dieser Titel aus dem Jahre 2003 führen, mit seinem etwas nicht ganz geradem Vocal, der etwas leichtem, fluffigem Stimme und seiner positiven Ausstrahlung, schickt dieser irgendwie ein gutes Gefühl in das Feierherz und das gibt diese Signale an die Arme und Beine weiter, was dann im Endeffekt der Laune auf dem Floor zu Gute kommt. Schade, dass es um dieses Label ab 2005 relativ still geworden ist, an der Musik kann es nicht gelegen haben….. ;-)

07.   Hugg & Pepp – Pung  (Original Mix)  - Dahlbäck

Nein, nein, aus Schweden kommt nicht nur Ikea und Wasa (Knäckebrot), seit ein paar Jahren schwappt aus dieser Region auch richtig gute elektronische Clubmusik zu uns her rüber, und jeder der sich mit dieser Musik beschäftigt, kommt an diesem Land nicht mehr vorbei. Ob das Pickadoll, Joia Records, Kaliber, Artifarti oder wie in unserem Fall Dahlbäck ist, diese Labels haben sich aus einem Geheimtipp, zu wirklich guten Favoriten entwickelt. Wie auch Hugg & Pepp, die mit dieser Scheibe einfach mal wieder ein Brett in unsere Clubs gebracht haben, die mit treibenden Synths, Grooves und fetten Breaks uns das Feiern ganz einfach macht. Bei den Brothers Incognito wird dieser Track von ihrer Vocalistin Eve Justine tatkräftig unterstützt.

08.   Rune RK – Bodybuilder  (Original Mix) - Artifarti
Hier noch eine Veröffentlichung, die in den Vorverkäufen steckt und auch noch aus Schweden ist. Rune RK ist kein Unbekannter, vielen ist vielleicht noch die Nummer „Calabria“ aus dem Jahre 2003 im Gehörgang... Ja, diese Nummer ist von Rune RK und einige Remixe kommen auch noch aus seinem Studio, unter anderem für Lee Cabrera. Mit Bodybuilder bringt er wieder ein Track an die Öffentlichkeit der auf jeden Fall Hitpotenzial der Extraklasse hat. Eine Melodie, die uns zum Träumen und zum Tanzen gleichzeitig einlädt, der optimale Track für Open Airs, die ja nun bald wieder anstehen.

09.   Hot Chip – Ready for the Floor (Soulwax Dub) - White

Soulwax nimmt hier einfach mal das letzte Release von Hot Chip und zaubert mit diesem Remix eine Mörder Floor Bombe im Elektro Break Gewand. Am Anfang kommt das Teil etwas ruhig und gemütlich daher und man wird erstmal, auch durch das Vocal etwas heruntergeholt, aber nach dieser kleinen Einleitung rockt der Track um so mehr und lässt kein Bein in Ruhe stehen...

10.  The Glitz – White Line (Original Mix) - Voltage Musique
Was soll man dazu sagen, eine Scheibe die man spielt und die einfach funktioniert auf dem Floor. Hier haben die Jungs von Voltage Musique tolle Arbeit geleistet. Dicke Drum, fette Bassline, ein wenig Geschuffle und ein sich ins Gehör und Gehirn brennender Synth. Dieser Gesamtmix gibt den strikten Befehl an den Bewegungsapperat weiter und lässt den nicht mehr in Ruhe. Cool.

Mehr dazu:

  • Video: Brothers Incognito
[myspace 9525073 nolink]


Was:
1 Year Paxification Events
Wann: Freitag, 7. März 2008, 22 Uhr
Wo: Palladium
Eintritt: €5

Noch mehr Termine:

Alle Termine zum Wochenende findet ihr in unserem fudder-Partyplaner "Wo rockt's?". Termine unter der Woche, findet ihr unter der Rubrik Kalender beim Navigationspunkt "Freie Zeit". Viel Spaß beim Stöbern.