Playlist Preview (44): Up-Art

Marc Schätzle

Die Playlist-Preview: Wir befragen einen DJ, der am bevorstehenden Wochenende in einem Club auflegen wird. Auf welche Platten freut sich unser Playlist-DJ ganz besonders? Was verbindet er mit diesen Platten? Warum wird er sie auflegen? Heute am Start: DJ Up-Art



Heute abend steigt im Stinnes die "ten years after Oktan"-Revival Party. Auflegen wird unter anderem Andreas Rau aka DJ Up-Art. Andreas spielt auf den Trance/Techno-Floor die "guten alten Bretter", welche für das besondere zeitversetzte Feeling sorgen werden. Außerdem am Start ein Live Act:  Titan & Red Acid Jack aka Christian Gimbel und Alexander Purkart. Auch die DJs R.T.EL, Transmaster, Nico und Aspiral werden diesem Abend ihren ganz eigenen Flair vergangener Jahre aufdrücken und man darf gespannt sein,  auf das was da so kommt. Los geht's um 22 Uhr, der Eintritt kostet €10.


Diese Platten hat Andreas mit dabei:

01. Earth Nation- Alienated earth mix / Eye Q
Diese Nummer war ihrer Zeit voraus. Durchlaufende Basssequenzen, mit getriggerten Mellowflächen. Dazu Vocals und Gitarrensamples, die auch im 16tel Takt zerstückelt wurden. Ralf Hildenbeutel hat meiner Meinung nach den klassischen Trance produziert. Keine Kitschmelodien sondern Qualität. Natürlich muss ich den Track minus 3 abspielen, damit nicht schon alle nach 2 Liedern müde werden.

02. Resistance D – Inexhaustibility eternal bassment mix / Harthouse

Dazu fällt mir eigentlich gar nichts mehr ein. Wahnsinnsnummer. Wenn man das alles lange nicht mehr gehört hat, kommt richtig Gänzehaut auf. Pascal F.E.O.S der Kopf von Resistance D hat zu der Zeit echte Bretter produziert. Das Ding grooved richtig.

03. Cygnus X – Kinderlied part 2 / Eye Q

Schon wieder der Hildenbeutel. Basssequenz, Bassdrum, Hammer Mellow, endlose Loops. Mit so einem Track im Ohr wünscht man sich durchs Weltall zu fliegen.Da fliegen Morgen sicherlich einige mit J.

04. Nexus 6 – Tres Chik / Noom

Das  Roland 101, 202,  Brett schlecht hin. Der Sound war so einprägsam, dass man zu der Zeit nicht an der Nummer vorbei kam. Das war damals auch der Durchbruch für Noom Records in der Techno Scene. Wenn ihr den modulierten 202 Sound im Break hört und danach die Clap die eigentlich mehr wie eine Klatsche klingt, dann wisst ihr Bescheid. Pflicht bei einer Oktan Revival Party.

05. Red Ice – Dynatracks / Promo
Da wird wohl die ein oder andere Träne fließen. Ich werde zum Teil Heute noch auf diesen Track angesprochen. Ich weiss gar nicht ob der Titel jemals veröffentlicht wurde. Damals hatten mir einige Menschen grössere Beträge geboten, wenn ich ihnen diese Scheibe verkauft hätte. Die Fläche macht im 8tel Rhythmus auf und zu und wird im Break  von einem Piano Sound unterstützt. So zu sagen eine Oktan Hymne.

06. LSG – Netherworld / Superstition

Produzent Oliver Lieb war bei seinem Liveauftritt im Oktan damals bei mir an der Anlage und drückte mir eine Whitepromo von dem Teil in die Hand. Als ich sie mir kurz auf dem Kopfhörer anhörte dachte ich, das Ding ist unspielbar. Was habe ich mich geärgert, als ich Wochen später den Song im Plattenladen gekauft habe und zu Hause dann entdeckt habe, dass ich diese Wahnsinnsnummer eigentlich schon seit Wochen hätte spielen können. Das mache ich bei der Party wieder gut.

07. Renegade Legion – The Weeping Waste  / fnac

Acidtrance Auslaüfer ersten Ranges. Für heutige Geschmäcker etwas zu schnell, aber das werde ich regulieren. Unglaublicher Aufbau der Mellow bis hin zum Finalen Durchdreh-Part. „Däge dä däge dä däge dä“ Flächen mit „Dibbe di dibbe di“ Mellow. Auch so ne Hymne. Ich freu mich schon riesig.

08. Marmonium – Schöneberg / Superstition

Baujahr 1993. Jedem ein Begriff, denke ich. Damals was das echter Space Sound. Electro der Urzeit. Wenn die Anfangsmelodie damals ertönte, ging ein Aufschrei durch den Laden. Alle die den Sound hören, werden damit auch unwiderruflich den Geruch und das Ambiente des Oktans vor Augen haben.

09. Tesox – Funky Bassline / Plastic City
Das war damals ein Vorgeschmack auf „the Advent“, allerdings Made in Germany. Monotoner Basslauf mit 909 Drums, bis zum Break hoch moduliert darauf die Frequenzen in den Keller geschraubt. Lieber Herr Gesangsverein, war das ein Brett.

10. Blue Alphabet – Cybertrance / Bonzai

Erst die harmlose Fläche, darauf folgend ein Piano, das die Mellow einblendet- noch weitere Sekunden bis die Bassdrum endlich einsetzt und dann..... Geschrei. So wird das auch dieses Mal (vielleicht ein letztes Mal) sein. Eigentlich ist es schwer zu beschreiben ob diese Melodie schön oder traurig ist. Sagen wir, sie ist schön traurig. Wir, die Trance Omas und Opas, werden sicherlich voll auf unsere Kosten kommen, morgen im Stinnes bei der Oktan Revival Party

Was: ten years after Oktan
Wann: Samstag, 29.11.07, 22 Uhr
Wo: Stinnes
Eintritt: €10

Noch mehr Termine:

Alle Termine zum Wochenende findet ihr in unserem fudder-Partyplaner "Wo rockt's?". Termine unter der Woche, findet ihr unter der Rubrik Kalender beim Navigationspunkt "Freie Zeit". Viel Spaß beim Stöbern.