Playlist Preview (24): Sheriff Limbo

Marc Schätzle

Die Playlist-Preview: Wir befragen einen DJ, der am bevorstehenden Wochenende in einem Freiburger Club oder an einer Freiburger Party auflegen wird. Auf welche Platten freut sich unser Playlist-DJ ganz besonders? Was verbindet er mit diesen Platten? Warum wird er sie auflegen? Heute am Start: Sheriff Limbo.



Unter dem Motto "Dancehall meets Dub" startet diesen Samstag im E-Werk ab 23:30 Uhr eine neue Partyreihe von Sheriff Limbo. Unterstützt wird er von der Hayafayah Sound Foundation. Beim ersten Dance gibt es dann, was der Titel der Veranstaltung schon sagt: Conscious Dancehall mit einer Dub Session. Bis 0:30 Uhr kostet der Eintritt € 3, später dann €4.


Und diese Platten hat Sheriff Limbo mit im Gepäck:

01. Junkyard Productions - Dub you
Wären King Tubby und Augustus Pablo noch am Leben, würde es sich so anhören. Sehr gute Produktion aus Schweden aus dem Jahre 2006. Dub-Reggae in Reinformat und die Melodika darf hier natürlich nicht fehlen!

02. Prince Far I - Trow away your gun jam down

Stomper! Heavy Roots Reggae der Extraklasse. Warmer Sound, den man nur analog hören darf. Eine Entdeckung, da ich diese LP erst etwa 1,5 Jahr in meiner Sammlung habe.

03. The Truth - truth theme
Beste 7''-Dub-Single aller Zeiten. Fett in der Produktion, Echo ohne Ende und ein guter Swing drunter gelegt. Als das Teil im Schallpattenladen lief, war die Single innerhalb von Stunden ausverkauft - ich werde gleich beide Seiten spielen.

04. Jah Warrior - Babylon shall fall
7''-Perle aus dem Jahre 1996. Der Text sagt natürlich wieder alles. Coole Vocals und leichter Midtempo-Riddim, gut, um eine Gefühl für Dub aus England zu bekommen.

05. Knorts - Good Sensi
Kiffen ist ja nicht so toll, aber dieser Tune, bei dem es natürlich um das gute "Sensi" geht, kann ich einfach nicht auslassen. Viele neue Dub-Effekte. Gut gemacht, nicht zu viel und nicht zu wenig. UK-Produktion

06. Sizzla - define yourself
Seltene 12inch aus den 90iger Jahren und natürlich auf dem Xterminator-Label! Hier muss man pitchen, aber es ergibt keinen Mikey-Maus-Sound,den ich ja leider so oft bei anderen DJ`s hören muss. Sehr nach vorne, sehr harter Beat, aber auch kein Hardcore.

07. King Shilo - Ten plagues
Das Label vom einem Amsterdamer Soundsystem hat hier Lyrical Benjie am Start. Moderner Roots-Dub, der in die Beine geht. Ich hoffe ich kann hiermit mal so richtig die Anlage testen - Soundeffekte knattern einen nämlich so richtig um die Ohren - Dub it!

08. Culture Freemann & Bush Chemists
Geheimwaffe und Soundboy-Killer in einem. Habe diesen Tune das erste Mal auf einem Dance in Hamburg gehört. Und wer hat Ihn gespielt? Natürlich Irie-Hifi! Der Dub-Experte aus dem Umfeld von der alten Flora. Weniger Dub, aber offensichtlich echter UK-Dub-Sound. Allein dieser Tune wäre schon ein Grund ins E-Werk zu kommen!

09. Yami Bolo - big up & live up
7''-Single für den späten Einsatz. Intensiv und ein ungewöhnlicher Riddim ist dabei. Sehr gut produziert. Conscious Dancehall der Sinn macht und gleichzeitig nicht ins Seichte abdriftet.

10. Jr. Reid - Bubblers

Massive B aus New York zeigen, wo der Hammer hängt und zwar reichlich hoch. Leider keine gute Pressung aber so etwas muss einfach gespielt werden. Jr. Reid blüht hier richtig auf - der Riddim unterstützt die Sache und rundet alles ab.

Was: Dancehall meets Dub
Wann: Samstag, 30.06.07, 23:30 Uhr
Wo: E-Werk, Eintritt €3, bzw. €4

Termine unter der Woche entnehmt ihr bitte unserem All-Round-Kalender, unter der Rubrik "Freie Zeit". Spezielle Wochenendtermine für Partys und Konzerte gibt's wie immer bei Wo rockt's.