Play-Live: Mucken für 10 000 Ocken

Gina Kutkat

Jeder hat eine Chance verdient. Vor allem ambitionierte Newcomerbands, denen für ihren Weg nach oben die Connections fehlen sowie eine Reihe von Live-Auftritten. Das Popbüro in Stuttgart bietet jungen Künstlern aus Baden-Württemberg diese Chance mit dem Band-Wettbewerb Play Live. Am Samstag, 21. April, findet in der Jazz&Rockschule eines von zehn Vorrunden-Konzerten statt.

Aus 255 Bewerbungen wurden 50 Bands ausgewählt, die ihr Können nun in zehn verschiedenen Städten in Baden-Württemberg unter Beweis stellen dürfen. Die Musiker sollen das Publikum und die Jury durch eine qualitative Live-Performance überzeugen.


Im Auditorium der Jazz&Rockschule kämpfen die Bands Eat the Wolf (Backnang), Nur zu Besuch (Gaggenau), Parka (Stuttgart), Schlunk (Oberdingen) und WIR (Endingen) um den Einzug ins Halbfinale. Im Rahmen des Zeltmusikfestivals findet am 14. Juli das erste Halbfinale statt, Special Guest ist Juli. Die anderen Halbfinalisten treten am 28. Juli zusammen mit Revolverheld in Stuttgart auf.



Die Jungs von Nur zu Besuch spielen alternativen, deutschen Rock und haben bereits ihr Debütalbum "Aufnahmeprüfung" eingespielt. Ihre Aufnahmeprüfung beim Play-Live Contest haben sie zwar bestanden, doch das Ticket fürs Halbfinale fehlt ihnen noch.

Fast schon alte Hasen im Contest-Metier sind die drei 17-jährigen Heranwachsenden der Punk-Pop-Gruppe WIR. Peter, Robin und Nico sind seit dem Jahr 2005 erfolgreich als Band unterwegs und rockten unter anderem den Badenova Music Star(t) Contest und den SchoolJam.

Ein lustiger Entertainer-Opi namens Edewolf verhalf den Punkrockern von Eat The Wolf (Lautschrift von "Edewolf") zu ihrem Namen. Während ihrer Garagen-Proben kam er immer wieder vorbei und sorgte für reichlich Stimmung. Diese wollen die fünf jungen Musiker auch am Samstag erzeugen. 



Schlunk sind "zusammen unschlagbar und überwinden jede noch so weite Umleitung mit Leichtigkeit." Ihre meistens deutsch-betexteten Lieder handeln von Superhelden, Kommerz, verlorenen Geldbeutel, Freibädern, Trinidad&Tobago, Blumenkübeln und Benno Burn. Lassen wir uns überschlunken.

Parka beschreiben ihren Stil nicht eben stilbrechend als: "Pop, der auf die Fresse geht". "Einfach geile Songs" hätten sie im Repertoire, sagt Bassist Gianni. "Wir wollen die Leute fordern, lieber ein bißchen mehr als nur einen Tick zu wenig" beschließt Fly, der Sänger.


Was
: Play-Live Vorrunden-Konzert
Wann: Samstag, 21. April, Einlass: 19 Uhr, Beginn: 20 Uhr
Wo: Auditorium der Jazz&Rockschule
Eintritt: 5 €