Piusbrüder protestieren gegen Abtreibung - viele Polizisten und Gegendemonstranten vor Ort

Carolin Buchheim & Markus Hofmann

Etwa 120 Anhänger der erzkonservativen katholischen Piusbruderschaft demonstrieren zur Stunde in der Humboldtstraße gegen Abtreibungen. Die Demo findet statt vor dem Haus, in dem Pro Familia schwangere Frauen berät. Ebenfalls vor Ort: 150 Gegendemonstranten und einige Dutzend Polizisten.



Beide Seiten der Humboldstraße sind gegen 17 Uhr von der Polizei abgeriegelt worden. Es gibt lautstarke Proteste der Gegendemonstranten, es herrscht eine aufgeheizte Atmosphäre mit beleidigenden Wortgefechten und Geschubse. Auffällig: In den Reihen der Piusbrüder sind sehr viele junge Menschen.

Vor dem Pro-Familia-Gebäude hängt ein Schild, auf dem die Worte "Fundamentalismus verhüten" zu lesen sind. Die Anhänger der Piusbrüder gedenken auf Schildern den "Kindern der Stadt Freiburg, die wegen Abtreibung nicht weiterleben durften." Einige Dutzend Polizisten versuchen, den Piusbrüdern die Demonstration zu ermöglichen.

Video: Puisbrüder demonstrieren gegen Abtreibung



Gegen 18 Uhr zog der Demonstrationszug auf der Kaiser-Joseph-Straße in Richtung Siegesdenkmal. Gegen 18.20 Uhr setzte die Polizei eine Reihe von Gegen-Demonstranten fest, die sich dem Zug der Piusbruderschaft in den Weg gestellt hatten. Harry Hochuli, Leiter des Polizeireviers Nord, hatte die Gegen-Demonstranten, die die megafongestützten Gebete der Piusbrüder fortlaufend mit Trillerpfeifen und Buhrufen störten, drei Mal über Lautsprecher aufgefordert, den Weg freizumachen - anschließend intervenierten die Polizisten und bahnten den Piusbrüdern den Weg. Die Polizei war zu diesem Zeitpunkt nach Schätzungen der fudder-Redaktion mit weit mehr als 100 Beamten im Einsatz.

Anschließend setzte die Piusbruderschaft ihre Demonstration durch die Freiburger Innenstadt fort.

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