Demo und Gegendemo

Piusbrüder haben in der Freiburger Innenstadt demonstriert – vier Festnahmen

bz, Simone Lutz, Julia Dreier & aktualisiert um 19.22 Uhr

Die alljährliche Demonstration der konservativen katholischen Piusbruderschaft ist durch die Freiburger Innenstadt gezogen. Begleitet wurde der Zug durch eine Gegendemonstration – und ein großes Polizeiaufgebot.

Auf ihren Schildern steht "Abtreibung ist nicht nur Mord, sondern auch Selbstmord", "Mami, gib mir eine Chance – ich will Leben" und "Die Alterspyramide kippt – Abtreibung, Nein Danke", sie beten und singen: Rund 70 Anhänger der konservativen Piusbruderschaft demonstrieren am Freitagnachmittag in der Freiburger Innenstadt – begleitet von einer etwa ebenso großen Gruppe Gegendemonstranten und einem großen Polizeiaufgebot.


Vier Festnahmen im Umfeld der Demo

Der Zug startete – wie auch in den Vorjahren – in der Humboldtstraße, wo früher die Beratungsstelle Pro Familia beheimatet war. Von dort zogen die Aktivisten durch das Martinstor zum Kartoffelmarkt, dort findet zur Stunde eine Kundgebung statt, bei der Sprecher unter anderem "gegen den Genderwahn der EU" protestieren. Die Gegendemonstranten stören mit Zwischenrufen wie "Halt’s Maul" oder "Religion ist heilbar".

Gegen 18.30 Uhr löste sich die Demo auf. Um 19 Uhr twitterte die Polizei:



Im Umfeld der Demo kam es zunächst zu einer Festnahme: Ein Gegendemonstrant hatte nach Angaben der Polizei einen Pius-Aktivisten angespuckt.

Später meldete die Polizei, dass es drei weitere Festnahmen wegen Beleidigung von Beamten gegeben habe: