Philipp Döring im Filmclub

Jenni Bormann

Erfolgreicher Filmemacher: Der aus Freiburg stammende Regisseur Philipp Döring hat im August den deutschen Nachwuchsfilmpreis "First Steps Award" in den Kategorien Kurzfilm und Drehbuch gewonnen. Heute zeigt er im aka-Filmclub ein Best of seiner Werke.



"Entscheidend für Regiebewerber ist nicht eine ausgefallene, komplizierte Geschichte oder eine krasse Kamera, die durch die Luft fliegt, sondern das mit Abstand Wichtigste sind die Schauspieler", beschreibt Philipp Döring sein Rezept für eine erfolgreiche Bewerbung. Für ihn kommt es weniger auf den professionellen Look an, sondern mehr auf persönliche Note und Originalität.


Nach seinem Studium der Germanistik, Slavistik und Kognitionswissenschaften hat er sich 2004 für ein zweites entschieden: Regie. Mit seinem Film Torero über die Wohnungssuche in Freiburg schaffte er den Sprung in die Filmakademie Baden-Württemberg. In diesem Jahr hat er sein Studium erfolgreich beendet: Für seinen Abschlussfilm "Am anderen Ende" wurde er am 25. August 2009 mit dem "First Steps Award" in den Kategorien Kurzspielfilm und Sonderpreis Drehbuch ausgezeichnet.

"Am anderen Ende" handelt von einer Frau, die in einer Telefonseelsorge arbeitet. Sie kann zwar anderen wunderbar helfen, kommt aber mit ihren eigenen Problemen nicht richtig klar. Als Hauptdarstellerin konnte Philipp Döring  die Schauspielerin Ursula Werner (Maxim-Gorki-Theater Berlin, „Wolke 9“) gewinnen.

Nach Dörings Erfahrung ist es für Filmhochschüler eigentlich gar nicht so schwer, für ihre Projekte auch bekannte Schauspieler zu bekommen, weil die Rollen häufig sehr interessant sind. Beim ersten Anruf in Ursula Werners Agentur hat der Agent erst einmal gelacht, dann aber das Drehbuch an die Schauspielerin weitergeleitet. Ihr hat es gefallen, sie hat sich mit Döring in Berlin getroffen und so kam es schließlich zur preisgekrönten Zusammenarbeit.

Wäre ein Film in oder über Freiburg etwas für Dörings künftige Filmarbeit? "Was mich reizen würde, wäre eine Geschichte, die ein anderes Gesicht von Freiburg zeigt. Freiburg soll ja eine ziemlich hohe Kriminalitätsrate haben und nicht nur Fahrraddiebstähle, das passt so gar nicht zu den pittoresken Bächle."

Mehr dazu:

Was: Kurzfilmabend mit Philipp Döring
Wann: Heute, Donnerstag, 10. Dezember 2009, 20 Uhr
Wo: Kollegiengebäude II, Hörsaal 2006