PH-Studenten planen neuen Gebühren-Boykott

Christian Deker

Die Perspektiventagung des "Bildungspolitischen UStA-Referats” der Pädagogischen Hochschule (PH) hat am vergangenen Wochenende die Vorbereitung eines neuen Boykotts der Studiengebühren zum Sommersemester 2008 beschlossen.

Dies teilte der unabhängige Studierendenausschuss (UStA) der PH Freiburg in einer Pressemitteilung mit.

Bei einer vom UStA durchgeführten Umfrage unter 356 PH-Studierenden im Juli lehnten 91 Prozent der Befragten Studiengebühren ab. „Die Hälfte von ihnen ist bereit, die Forderung nach einem gebührenfreien Studium durch einen erneuten Boykott der Campusmaut zu untermauern“, sagt Fabian Kienert, Mitglied der Boykottgruppe. „Wir sind optimistisch, durch einen erfolgreichen Boykott das Gebührengesetz zu kippen.“


Der UStA begründet seine neuen Boykott-Planungen unter anderem damit, dass die Einführung der 500 Euro-Gebühr zu keiner spürbaren Verbesserung der Studienbedingungen geführt habe. In der Umfrage sei auf die Frage “Was hat sich für dich an der Hochschule seit der Einführung von Studiengebühren verändert?” die am häufigsten genannte Antwort “Nichts!” gewesen.

So sei auch im bald beginnenden Wintersemester die Nachfrage nach Seminarplätzen wieder größer als das Angebot. Trotz Studiengebühren würden Studierende aus Seminaren rausgeworfen und rausgelost.

„Auch die Miteinbeziehung der Studierendenmeinung bei der Verteilung der Studiengebühren konnte nicht verhindern, dass Studiengebührengelder schlussendlich für all das aufkommen müssen, was dank der gewollten Mittelstreichungen der Landesregierung unterfinanziert ist. Nämlich der gesamte  PH-Betrieb“, sagt Jean Michael Kramer, Vorstand der Studierendenvertretung.

Erst Ende Januar 2007 war ein Boykott der Studiengebühren an der PH gescheitert, weil sich nur 767 von nötigen 1200 beteiligt hatten.

  • http://fudder.de titel="">PH-Boykott steht vor dem Scheitern