PH: Neuer Studiengebühren-Boykott

Carolin Buchheim

Die Vollversammlung der Studierenden der Pädagogischen Hochschule Freiburg hat gestern, wie erwartet, eine neuerliche Boykott-Aktion der Studiengebühren beschlossen.

"Die Erhebung von Studiengebühren ist völkerrechtswidrig und bildungspolitisch falsch", sagt Fabian Kienert, neugewählter UStA-Vorstand. "Studiengebühren sind aus gesamtgesellschaftlicher Sicht abzulehnen, da sie zum Beispiel zu sinkenden Studierendenzahlen führen." Auch sei es seiner Meinung nach seit der Einführung der Gebühren nicht zu der von Wissenschaftsminister Frankenberg versprochen spürbaren Verbesserung der Studienbedingungen gekommen. „Wir werden uns dabei auch nicht von haltlosen Einschüchterungsversuchen des Wissenschaftsministers verunsichern lassen", sagt Lena Bilger, ebenfalls Mitglied des UStA-Vostands.


Die erste Boykottaktion, zum Sommersemester 2007, war gescheitert. Damals überwiesen 767 Studierende ihre Gebühren auf das Treuhandkonto; Das Quorum hatte damals bei 1200 gelegen.

Die PH-Studierenden planen ebenfalls, am kommenden Samstag zusammen mit  dem Schülerring Freiburg, dem Arbeitskreis Gesamtelternbeiräte, der Landes-ASten-Konferenz und der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft in Freiburg zu demonstrieren.

„Wir werden unseren Protest für eine allgemeine Gebührenfreiheit und für mehr Chancengerechtigkeit im Bildungswesen weiterhin auf die Straße tragen“, erklärt Matthias Schweizer, Sprecher des Bildungspolitischen Referats. Die Demonstration beginnt am Samstag, 17. November 2007, zwischen 12 und 13 Uhr in der Eisenbahnstraße.