Petr Mares verlässt die Wölfe

Dirk Philippi

Einer bleibt, einer geht: Nachdem die Wölfe Freiburg am Montag die Weiterverpflichtung ihres Kontingentspielers Marek Ivan bekannt gegeben haben, ließ Rekordspieler Petr Mares heute verlautbaren, dass er in der kommenden Saison nicht mehr für die Wölfe spielen wird.



Er klingt zwischen den Zeilen etwas geknickt und enttäuscht, will sich aber partout nichts anmerken lassen – so jedenfalls der Eindruck, den Petr Mares (29), Flügelstürmer der Wölfe Freiburg und Rekordspieler der Blau-Weiß-Roten (über 500 Spiele), heute Morgen hinterließ.


„Das Leben geht weiter und vielleicht komme ich ja irgendwann wieder zurück“, gibt sich der gebürtige Tscheche mit deutschem Pass zwar sachlich, doch in Sätzen wie „Freiburg hat mir vor vier Wochen ein Angebot gemacht, das ich nicht annehmen will und auch nicht kann“ schwingt die Enttäuschung darüber mit, dass er – wie Mares es sarkastisch nennt – „vielleicht ja nicht mehr gebraucht wird“.

Wölfe-Sprecher Holger Döpke bestätigte gegenüber fudder zwar das Angebot, will ansonsten aber keine Kommentare zur ursprünglichen Dringlichkeit einer Weiterverpflichtung des zweitbesten Skorers der abgelaufenen Spielzeit abgeben.

So verlässt Petr Mares, der einst mit 15 Jahren aus Brünn in den Breisgau kam, die Wölfe nach seinem Wechsel zu den Bietigheim Steelers vor 4 Jahren nun zum zweiten Mal, wobei das Ziel seiner Reise noch unklar ist. „Ich will bei einem Team mit Perspektive nach oben spielen, ob das in der Oberliga oder der zweiten Liga ist, ist dabei zweitrangig!“, erklärt Mares, der bei einem neuen Vertragsabschluss keine Eile sieht. Dem Vernehmen nach ist Mares´ Spielervermittler in Kontakt mit dem Oberligisten aus Rosenheim sowie mehreren Zweitligisten.

Für die Wölfe Freiburg steht derweil auch nach Ostern mehr oder weniger munteres Suchen auf dem Programm: Zum einen werden, nachdem sich die bisherigen Gespräche als „nicht sehr einfach“ (Döpke) erwiesen haben, neue Sponsoren gesucht, zum anderen wird weiter am Kader für die kommende Spielzeit gebastelt.

In diesem Punkt steht man, so Döpke, nach der Weiterverpflichtung des 30-jährigen, tschechischen Aggressivleaders, Marek Ivan, auch noch mit Dany Bousquet im Kontakt. Bei einem weiteren Spieler der Vorsaison, Josef Kottmair, stehen die Zeichen dagegen wohl auf Abschied, wenngleich sich Döpke da offener äußert: „Bei Josef Kottmair muss man zunächst sehen, inwieweit er gesundheitlich für die nächste Saison gerüstet ist. Möglich wäre zum Beispiel eine Art ‚Try out‘ im Sommer.

Die nächste Kaderveränderung haben die Wölfe für kommende Woche in Aussicht gestellt.

Video von Peter Mares' erstem Abschied aus Freiburg 2005