Penis, Pasta oder Pravda: Wie soll die Studierendenzeitung an der Uni heißen?

Konstantin Görlich

Mit einem Brainstorming im Social-Voting-Tool "Tricider" sammelt der Studierendenrat der Uni Freiburg Ideen zur Umbenennung seiner Zeitung "u-Bote". Die Qualität der Vorschläge bis jetzt: durchwachsen. Der aktuelle Favorit: "Penis".



"Wie soll die Studierendenzeitung Berts (vormals u-Bote) in Zukunft heißen?" – mit dieser Frage wendet sich der Studierendenrat der Uni Freiburg zur Zeit an seine Basis. Dem Pressereferat war kein besserer neuer Name für die älteste durchgängig erscheinende Studierendenzeitung Deutschlands eingefallen als "Berta" und so kam die Namensdiskussion zurück in den StuRa, der die Frage in seiner Sitzung am Dienstag prompt an die Studierenden weitergab.


Das Brainstorming im Social Voting Tool "tricider" wird bereits intensiv genutzt: 40 Vorschläge sind bereits eingegangen und die Abstimmungsfunktion weist einen davon als besonders beliebt aus: "PresseErzeugnis Nativ-Infantiler Studierender – PENIS" kann bislang 26 Stimmen auf sich vereinen. Allerdings sind Mehrfachabstimmungen technisch nicht ausgeschlossen und verbindlich ist die Ideensammlung auch nicht. Leider.



Dafür ist sie durchaus unterhaltsam. "Die Hochschulgruppe" ist mit gleich sechs Vorschlägen vertreten, beispielsweise "Hier war noch Platz für ein Lifestylemagazin – Das Lifestylemagazin". Andere StuRa-Initiativen haben sich noch zu keinem der Vorschläge bekannt und so muß wohl weiterhin auf die Kreativität in den Fachbereichen gesetzt werden. Laut Protokoll gab sich zumindest die Anglistik eher skeptisch: "Wenn man ein Onlinetool benutzt, kommt wahrscheinlich Unsinn raus."

Gegenargument: Das ist Basisbeteiligung. Das macht man jetzt so.


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