Pausenhofgespräche mit Politikern am Kepler-Gymnasium

Nils Bröckelmann

Auf dem Pausenhof mit Politikern sprechen, ihnen in Stimmengewirr und Lärm auf den Zahn fühlen: Das konnten Schülerinnen und Schüler am Kepler-Gymnasium vergangenen Donnerstag. Im Rahmen des Projekts "Sei kein Fisch, geh zur Wa(h)l" fanden in Zusammenarbeit mit dem Ring politischer Jugend die so genannten Pausenhofgespräche statt.



Vergangenen Donnerstag ging das Projekt "Sei kein Fisch, geh zur Wah(h)l" am Kepler-Gymnasium in die nächste Runde. Zusammen mit dem Ring politischer Jugend (RPJ) boten die "Pausenhofgespräche" den Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, einmal ungezwungen über Politik zu sprechen und Fragen zu stellen. Zwölf Politiker der im Bundestag vertretenen Parteien bereiteten sich auf die zwei großen Pausen à 20 Minuten vor, in denen sie mit den Schülern diskutieren konnten. Die Politiker selbst wussten nicht, was genau sie erwartet – die Aktion fand in dieser Form zum ersten Mal statt. Dann begann die Pause.




Schon nach wenigen Minuten wurden die Stände der Politiker, die sich alle direkt nebeneinander befanden, von interessierten Schülern eingenommen. Die Stimmung war laut und ausgelassen, so wie es auf einem Pausenhof eben üblich ist.

Das verhinderte aber nicht, dass sich sofort lebendige Gespräche zwischen Schülern und Politikern entwickelten: Schüler aller Altersklassen befragten die Politiker zu kontroversen Themen, oder hörten den Gesprächen zu, andere lasen in den ausliegenden Wahlprogrammen der Parteien. Einige jüngere Schüler hatten durch den Gemeinschaftskundeunterricht den Auftrag, die Standpunkte der Politiker zu bestimmten Themen zu erarbeiten. In den Stunden zwischen den Pausen besuchten die Politiker Gemeinschaftskundeklassen, in denen differenzierte und produktive Gespräche geführt wurden.

Die Bilanz der Veranstaltung fiel durchweg positiv aus: Sowohl jüngere als auch ältere Schüler konnten sich dank der ihnen vertrauten Pausenhofatmosphäre und aufgrund des jungen Alters der Politiker hemmungsfrei mit diesen austauschen. Auch der RPJ gab hervorragendes Feedback und bekundete Interesse daran, das Konzept der „Pausenhofgespräche“ auch an anderen Schulen umzusetzen.

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