Passwort-Generatoren: So findest Du sichere Passwörter

Christoph Müller-Stoffels

Das "1234567", Muttis Mädchenname, der Kosename von Freund oder Freundin und der Name des eigenen Hunds keine guten Passwörter sind, hat mittlerweile jeder mitbekommen. (Und vor einer Weile hat fudder genau das auch erklärt.) Wem trotzdem immer noch keine besseren Passwörter eingefallen sind, dem können wir praktische Hilfsmittel empfehlen: Passwort-Generatoren. Christoph stellt fünf Angebote vor.



Manche Passwort-Generatoren können sogar mehr, als sich nur neue Passwörter in verschiedenen Schwierigkeitsgraden, sprich: Sicherheitsklassen, auszudenken.


Aber fangen wir mit den einfacheren an, wie zum Beispiel dem Password Creator. Er funktioniert online und stellt Passwörter nach fünf verschiedenen Schemata für alle Lebenslagen zur Verfügung. Vorsicht ist allerdings geboten, denn der Urheber der Site ist nicht direkt ersichtlich.

Der Secure Password Generator ist ein Add-on für Firefox und erstellt Passwörter. Nach dem Download einer kleinen Anwendung findet sich die englischsprachige Erweiterung bei dem Extras im Browser. Länge und Schwierigkeit des Passwords kann man selbst festlegen und dann das Passwort in die Windows-Zwischenablage kopieren.

Noch einen Schritt weiter gehen die folgenden beiden Anwendungen, die Passwörter nicht nur erstellen, sondern auch gleich verwalten. Any Password, ebenfalls englischsprachig, merkt sich alle Passwörter in einer Liste, die man mit einem Master-Passwort verwaltet und sichert. Auf Wunsch kann das Programm auch neue Passwörter erstellen, wobei wieder Zeichenzahl und Groß-und Kleinschreibung optional gewählt werden können.

Keepass Portable bietet zusätzlich die Möglichkeit, Passwörter in Gruppen zu verwalten. Verschlüsselt wird Keepass von der Datenbank mit 256-Bit-Algorithmen, was nach dem derzeitigen Stand einigermaßen sicher ist. Das Master-Passwort kann darüber hinaus als Schlüsseldatei auf einem USB-Stick gespeichert werden. Passwörter beliebiger Länge lassen sich auch erstellen. Weitere Plug-Ins bereichern den Funktionsumfang um etwa die Möglichkeit, Firefox-Passwörter zu importieren.

Der Magic Password Generator, ebenfalls ein Firefox-Add-on, ist ein bisschen aus der Art geschlagen, aber in eine positive Richtung. Viele Menschen merken sich nur ein Passwort und nutzen es bei allen Gelegenheiten. Wird es einmal geknackt, sollte man es überall ändern. Dieses Tool dagegen sorgt zwar dafür, dass man sich auch nur ein Passwort merken muss, es generiert aber eigene Passwörter, die von der Zeichenfolge des Master-Passwortes abgeleitet werden. Diese Anwendung funktioniert - auch die vorigen drei - nur für Windows.

Wem das alles zu viel ist, der kann letztlich doch auf Muttis Mädchennamen zurückgreifen, wenn er ihn denn mit Vatis Geburtsdatum und der Schuh- und Konfektionsgröße der Großtante kombiniert. Vielleicht, als diese 42 Jahre alt war. Schließlich ist 42 die Antwort auf alles.

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