Passage 46 eröffnet im November als Bar – Startschuss für neue Theaterintendanz

Gina Kutkat

Die Passage 46 wird ab November sechs Tage pro Woche als Bar geöffnet haben. Die neue Intendanz des Theater Freiburg betreibt diese in Eigenregie, verschiedene Kooperationen – zum Beispiel mit der IG Subkultur – sind in Planung.

Pünktlich zur Spielzeiteröffnung am Wochenende vom 20. bis 22. Oktober werden sich auch die Türen der Theaterpassage wieder öffnen. Mit einem "regel -und unregelmäßigen" Programm soll es dann ab November losgehen. Das hat der neue Theaterchef Peter Carp am Dienstag auf einer Pressekonferenz angekündigt. Die Passage 46 soll als Bar an sechs Tagen der Woche ab 18 Uhr geöffnet sein – mit einem gastronomischen Betrieb "bis in die späten Nachtstunden", so Carp.


Wie bereits angekündigt, betreibt das Theater Freiburg die Theaterpassage in Eigenbetrieb, ohne Pächter. Neben einem festen Geschäftsführer wird Ensemblemitglied Martin Müller-Reisinger als Kurator für die Passage verantwortlich sein und das Programm mitgestalten – zum Teil in Kooperation mit Freiburger Institutionen wie dem Literaturhaus, der IG Subkultur, dem Kommunalen Kino, dem Vorderhaus oder dem Jazzhaus. Geplant sind Lesungen, Kabarett und Varieté, Popkonzerte, Jazzkonzerte, Punkkonzerte,Talk Shows und Quiz Shows.

"Ich stelle mir eine Art ’Café des Artistes’ vor." Peter Carp, neuer Theater-Intendant

Auch Partys und Clubnächte sind möglich, allerdings nicht regelmäßig. "Wir dürfen die Räume nicht als Vergnügungsstätte betreiben", sagt Tessa Beecken, Kaufmännische Direktorin des Theaters. "Ich stelle mir eine Art ’Café des Artistes’ vor", sagt Intendant Peter Carp. Eine Lokalität, in der man die Künstlerinnen und Künstler trifft, die kurz vorher noch auf der Bühne standen. Im Juni 2018 wird die Passage 46 auch das Freiburg Festival beherbergen.

Neues Spielzeitheft und Corporate Design

Das neue Ensemble wird am Eröffnungswochenende Ende Oktober vorgestellt, bis dahin sind Intendant Peter Carp und sein Team noch am rödeln hinter den Kulissen. Vor einer Woche hat die Intendanz ihre Arbeit in Freiburg aufgenommen und am Dienstag die neuen Spielzeithefte und das neue Corporate Design des Theaters vorgestellt. Die neue Homepage soll Ende der Woche online gehen.

Peter Carp sieht das Theater Freiburg als "Weltempfänger" inmitten einer internationalen und aufbrechenden Weltstadt wie Freiburg. Dieser Anspruch spiegelt sich in einem Programm wider, das von verschiedenen Ausdrucksformen und der bunten Mischung der Künstlerinnen und Künstler lebt. "Die Menschen sind die Protagonisten", so Carp.

Das Theater zum Weltempfänger machen

Die internationalen Sound-Art-Künstler Jan Peter E.R. Sonntag und Edwin van der Heide werden den Startschuss für das Eröffnungswochenende geben: Mit ihrer Klanginstallation wollen sie im Winterer Foyer etwas hörbar machen, das eigentlich nicht hörbar ist. Außerdem feiert das Tschechow-Stück "Der Kirschgarten" Premiere, allerdings in einer Überschreibung des iranischen Regisseurs Amir Reza Koohestani.

Des Weiteren erwartet die Zuschauer eine Uraufführung von "Crudeland" des südafrikanischen Autors und Regisseurs Mpumelelo Paul Grootboom. Ein Stück, das er extra für das Theater Freiburg geschrieben hat. Im Kleinen Haus feiert das Tanzstück "We’re pretty fuckin’ far from okay" Premiere. Darin zeigt die belgische Choreographin Lisbeth Gruwez, was mit unserem Körper passiert, wenn er dauerhaft unter Druck steht.

Am Sonntag schließlich inszeniert das französische Regie-Kollektiv Le Lab die Oper "Hoffmanns Erzählungen" von E.T.A. Hoffmann, einem Universalkünstler, wie er im Buche steht.
Was: Eröffnungswochenende Theater Freiburg
Wann: Freitag, 20. bis Sonntag, 22. Oktober
Wo: Theater Freiburg
Tickets: der Vorverkauf läuft seit Dienstag, 12. September.

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