Paper.li: Eine Zeitung aus Twittereinträgen

Christoph Müller-Stoffels

Informationen. Informationen. Informationen. Davon gibt's im Internet mehr als genug. Nur: wie kann man die Informationsflut eindämmen und nach dem eigenen Geschmack ordnen? Eine Möglichkeit stellen wir heute vor: Eine Zeitung aus Twittereinträgen.

Haben wir uns nicht schon immer gewünscht, Twittereinträge nach Themen geordnet und irgendwie sinnvoller präsentiert zu bekommen? Hier ist die Lösung: Eine Zeitung aus Twittereinträgen und den Links, die dahinter stehen. Und die lässt sich nicht nur individuell gestalten, sondern ist auch noch frei und kostenlos verfügbar.


Wer hat's erfunden? Wie in der Ricola-Werbung müsste nun ein Steuerberater mit Blaulicht auf dem Kopf erscheinen, denn Paper.li ist eine schweizerische Schöpfung. Die Gründer, Edouard Lambelet und Iskander Pols, leben in Lausanne und der Firmensitz von SmallRivers, der Betreiberfirma, ist noch auf dem Campus des Technologieinstituts EPFL zu finden. (Das .li im Namen ist übrigens nicht der in der Schweiz übliche Diminutiv, sondern das Internetsuffix für Liechtenstein.)

Eine Paper.li-Zeitung anzulegen ist denkbar einfach. Einfach mit dem eigenen Twitter-Account verbinden, den Zugriff auf alle Informationen erlauben, ein Themengebiet auswählen, indem man die richtigen tag-Wörter eingibt. Eine Übersicht über die richtige Handhabung der Schlagwörter gibt es als letzten Punkt der oft gefragten Fragen.

Der Service funktioniert auf für Facebook, wo man sich die Beiträge der Freunde im Zeitungsformat anzeigen lassen kann. Hier konkurriert Paper.li mit anderen Services wie PostPost oder Flipboard, hat aber gerade letzterem bei den Twitter-Zeitungen voraus, dass man wirklich themenbezogene Zeitungen erstellen kann, ohne Follower der Beitragenden zu sein.

So kann man zum Beispiel in der "freiburgtweets Daily" blättern, eine von fudder erstellte Twitterzeitung mit 293 Beitragenden und Nachrichten aus dem Freiburger Gezwitscher.



Mehr dazu:

 
  [Bild 1: Fotolia]