Orangerie in Herdern hat geschlossen

Bernhard Amelung

Die "Orangerie" in Freiburgs Stadtteil Herdern ist seit Mitte Oktober geschlossen. Nach fast sieben Jahren gibt Pächter und Geschäftsführer Amir Fattahi das mediterrane Café und Restaurant auf. In dem Ladenlokal soll nach momentanem Kenntnisstand ein asiatisches Restaurant eröffnet werden.

"Der 16. Oktober war der letzte Tag, an dem wir geöffnet hatten", sagt Amir Fattahi, der bisherige Pächter und Geschäftsführer der Orangerie. Fast sieben Jahren lang haben er und sein Team die Gäste mit badisch-mediterraner Crossover-Küche, Kaffee und Kuchen bewirtet. Das hat nun ein Ende. "Wir bedauern es sehr, aufzuhören", so Fattahi, der den Pachtvertrag im Einvernehmen mit dem Verpächter vorzeitig beendet hat.


Als Gründe für seinen Ausstieg aus dem Vertrag vor Ablauf der Pachtzeit gibt er zum einen die "erdrückend hohen Nebenkosten", zum anderen die "mangelhafte Infrastruktur" des Lokals an. "Wir hatten beispielsweise einen hohen Wärmeverlust wegen der uralten und einfach verglasten Frontfenster. Das trieb die Heizkosten in die Höhe, und trotzdem war es im Winter kalt und zugig." Die Gästebeschwerden nahmen zu.

Der Verpächter habe sich jedoch zu keiner Zeit bereit erklärt, bauliche Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur zu treffen, so Fattahi. "Er hat uns immer wieder vertröstet. Irgendwann wurde es mir zu viel. Ich hatte keine Lust mehr, unter diesen Bedingungen das Lokal zu betreiben."

Was wird nun aus der "Orangerie"? Fattahi vermutet, das im Frühjahr 2012 ein asiatisches Restaurant in die Räumlichkeiten an der Richard-Wagner-Straße einzieht. "Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird Chada Thai dort eine Filiale eröffnen", sagt er. Er selbst lotet derzeit verschiedene Projekte aus, der Gastronomie den Rücken kehren will er nicht.

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