Open Source und Spiele

Lorenz Bockisch

Zwar sind die Sieger noch nicht gekürt, die ersten Preise werden dennoch schon verteilt: Für drei Waldshuter Abiturienten, die eine Open-Source-Spielesammlung samt Datenbank kreiert haben, gab es soeben jeweils ein Praktikum bei fudder.


Komplett selbst programmiert haben Marius Tröndle (19), Stefan Kraus (19) und Sebastian Zillesen (18) ihr "NUPOS" (Netzwerkfähige und plattformunabhängige Open Source Spielesammlung) Zum einen sind das neun Spiele: Tic Tac Toe in zwei und in drei Dimensionen, Hangman, Breakout, Sudoku, Memory, Minesweeper und Vier gewinnt 3D. Dazu haben sie eine Datenbank erschaffen, auf der jeder seine eigenen Spiele spielen und auch programmieren kann.


Diese Datenbank haben sie mit MySQL, einem relationalen Datenbankbetriebssystem, programmiert. Darauf kann im Endstadium jeder zugreifen und Spiele kreieren: Eigentlich alle haben ein Spielfeld aus verschieden vielen Kästchen als Grundlage. Sogar Schach ließe sich damit programmieren, was die drei aber wegen der anstehenden Abiturprüfungen nicht mehr rechtzeitig geschafft  haben.



Auf der Plattform kann jeder gegen jeden spielen. Gegen einen Computer anzutreten ist noch nicht möglich – dazu braucht man eine Künstliche Intelligenz (KI). Und eine solche ist deutlich komplizierter, besonders beim Schach.

Noch allerdings gibt's die Datenbank nur auf den Rechnern der drei Schüler vom Informationstechnischen Gymnasium Waldshut. Einen Server mit Datenbankzugriff war ihnen einfach zu teuer.

Aber vielleicht bringt sie ja das fudder-Praktikum dabei weiter. Oder die drei sind so geschickt, dass sie die fudder-Seite schneller machen...

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