Ohne Masalskis gegen Berlin?

Dirk Philippi

Vor dem morgigen Heimspiel des EHC Freiburg gegen den Liga-Konkurrenten von den Eisbären Berlin (20 Uhr, Franz-Siegel- Halle) bangt man im Wölfe-Lager um den Einsatz von Publikumsliebling und Nummer-eins-Goalie Eddie Masalskis. Doch als ob diese Sorge nicht schon groß genug wäre, steht auch hinter den Einsätzen weiterer EHC-Cracks ein dickes Fragezeichen.

Nicht weniger als vier Spieler fehlten beim heutigen Abschlusstraining der Wölfe, in welchem besonders die Über- und Unterzahl-Formationen nochmals reichlich schwitzen durften. Besonders bitter: Stammtorhüter Eddie Masalskis hatte sich heute morgen mit heftigen Rückenschmerzen krank gemeldet und sogleich in ärztliche Betreuung begeben. Sichtlich geknickt und keineswegs schmerzfrei ließ der lettische Nationalgoalie in Diensten des EHC heute Mittag dann aber wenigstens einen kleinen Hoffnungsschimmer durchblicken: “Ja, ich habe Schmerzen in meinem Rücken und kann mich gerade nicht so gut bewegen. Aber nach der Untersuchung besteht zumindest eine Chance, dass ich am Wochenende doch noch spielen kann. Es ist wohl nichts wirklich Schlimmes, also mal sehen, vielleicht geht es ja morgen mit ein paar Tabletten und einer Spritze.” Trainer Sergej Svetlow, natürlich keineswegs glücklich über die Hiobsbotschaft, zu möglichen Alternativen: “Nach den letzten Eindrücken aus den Juniorenspielen hat Christoph Mathis die Nase gegenüber Dirksen ein wenig vor und würde wohl beginnen, falls Edgars ausfällt. Aber auch auf Benjamin Dirksen kann ich notfalls zählen.”

Bleibt bei “Eddie”, dem neuen Publikumsliebling an der Ensisheimerstraße also noch ein Fragezeichen, so ist das Fehlen von Verteidiger Robert Hoffmann dagegen sicher: “Robert hat einen etwas komplizierten Handbruch, den man nicht wirklich operieren kann. Er trägt eine Art Gipsschiene und wird uns für das Wochenende leider nicht zur Verfügung stehen”, so Svetlow, der eventuell auch auf Routinier Thomas Gaus verzichten muss. Gaus laboriert an einer Knieverletzung, die ihn bei den letzten Trainingseinheiten zum Zuschauen bzw. zu Lauf- und Ergometer-Übungen zwang. Bedenkt man, dass Youngster Maximilian Brückmann mit Leistenbruch ohnehin ausfällt, dann stünde Svetlow morgen möglicherweise ohne drei Verteidiger da. “Ich will in jedem Fall mit sechs Defensivspielern beginnen. Max Bauer wird sicher für Hoffmann in die Startformation rücken und notfalls werde ich auf Kevin Kern oder Michael Frank, den ich aus dem Juniorenteam hochgezogen habe, zurückgreifen”, so der Trainer.

Trotz der plötzlichen Verletzungsproblematik, Lamentieren hilft den Wölfen nun nicht weiter, denn es müssen Punkte her. So jedenfalls sieht es Sergej Svetlow: “Mit Berlin wird eine junge, hoch motivierte und kämpferisch fleißige Mannschaft morgen zu uns kommen, die schnelles und hartes Eishockey spielen kann und gute Ausländer im Team hat. Dennoch hoffe ich, dass wir uns unter der Woche weiterentwickeln konnten und einige Kleinigkeiten besser machen werden. Denn prinzipiell hat meine Mannschaft zuletzt gut gespielt und großen Einsatz gezeigt, aber jetzt ist es sowohl für die Tabelle als auch für die Psyche wichtig, dass wir die Punkte einfahren! Und von wegen Verletzungen ? ich bin fit!”