Ohne Apfelringe zum Erfolg

Christoph Müller-Stoffels

Jedes Jahr träumen tausende junger Menschen vom großen Erfolg in der Popbranche. Hierzu nehmen sie viele viele Strapazen in Kauf, manchmal bis zur Bloßstellung. Die 17-jährige Bahar Kizil aus Freiburg nimmt zur Zeit an der Pro 7-Sendung "Popstars" teil. fudder berichtete. Die Experten sind der Ansicht, dass sie sehr gute Chancen hat. fudder hat sich mit ihr unterhalten.



Kennst Du noch Apfelringe-Veronika? Die kommt auch aus Freiburg und hatte der Jury bei DSDS viel Spaß bereitet .

Bahar: Ja! (lacht)

Was für Süßigkeiten magst Du?

Bahar: Schokolade. Auch Gummibärchen, aber hauptsächlich Schokolade. Aber im Augenblick achte ich sehr darauf, was ich esse und vermeide Süßigkeiten.

Wie bist Du eigentlich zu den Popstars gekommen?

Bahar: Ich wollte schon immer mal zu einem Casting. Dann habe ich den Anmeldebogen ganz zufällig im Internet entdeckt und mich angemeldet.

Und das ist jetzt auch Dein großer Traum?

Bahar: Ja, auf jeden Fall!

Seit wann machst Du Musik?

Bahar: Seit ich elf Jahre alt bin. Ich spiele auch Gitarre und singe in einigen Bands in Freiburg.

Welches Ereignis hat Dir am meisten Spaß gemacht und auf welches bist Du besonders stolz?

Bahar: Ich bin natürlich ziemlich stolz auf das, was ich hier bis jetzt geschafft habe. Außerdem bin ich bei The Session in Mannheim ein paar Mal aufgetreten, bei denen bin ich Nachwuchssängerin. Da bin ich auch sehr stolz drauf, denn es macht wahnsinnig Spaß, mit denen auf der Bühne zu stehen.

Wo siehst Du denn den Unterschied zwischen Popstars und DSDS?

Bahar: Für mich hat Popstars ein höheres Niveau.

Weil Dieter Bohlen nicht dabei ist?

Bahar: Die Jury spielt natürlich auch eine Rolle. Aber ich habe auch das Gefühl, dass bei Popstars viel mehr Emotion dabei ist. Jeder bekommt seinen Song, geht in sein Zimmer, übt und geht auf die Bühne. Man erlebt alles hautnah mit, wächst mit den anderen Mädchen zusammen. Obwohl die anderen Rivalinnen sind, freundet man sich doch an. Das ist, glaube ich, das schöne.

Hättest Du Dich eigentlich auch bei DSDS beworben, wenn das jetzt angefangen hätte?

Bahar: Ich war letztes Jahr kurz davor. Ich hatte mir schon den Bogen ausgedruckt, und dann habe ich es gelassen.

Warum?

Bahar: Weil ich es nicht wollte. Ich habe gemerkt, dass ich es nicht so toll fand, auch wegen Dieter Bohlen. Ich dachte mir, ich warte noch ein bisschen. Ich kann jetzt meine Performance-Qualitäten viel besser zeigen, kann eher zeigen, was ich drauf habe, weil bei Popstars auch tanzen gefragt ist.

Wie würdest Du Deine Stimme beschreiben? Würdest Du Dich mit jemandem vergleichen, und wenn ja, mit wem?

Bahar: Ich denke, ich kann mich mit niemandem vergleichen, denn jeder ist irgendwie individuell. Meine Stimme ist sehr soulig, eher tief.

Wir haben ja schon über Dieter Bohlen gesprochen. Wie findest du die Jury bei den Popstars?

Bahar: Die Jury bei den Popstars finde ich sehr gut. Man kriegt das im Fernsehen nicht so mit, aber hier erlebt man die ganz anders, auch sehr emotional. Die fühlen und leben alles mit, was die Kandidaten erleben. Das ist toll!

Was für Kritiken bekommt Ihr?

Bahar: Ich habe bis jetzt sehr viel Lob bekommen.

Wie reagieren Deine Eltern und Freunde auf den Erfolg?

Bahar: Meine Eltern und meine Freunde freuen sich total, auch mein Freund. Meine Eltern stehen voll hinter mir und unterstützen mich. Sie würden auch hinter mir stehen, wenn ich aufhören würde, weil mir der Druck zu groß ist. Freunde von mir basteln gerade an einer “Fansite” für das Internet.

Der Druck, dem Du Dich aussetzt, ist aber schon immens, oder?

Bahar: Besonders vor dem Singen ist er sehr groß. Wenn ich auf der Bühne stehe, vergesse ich alles. Hinterher kommen immer Reporter an und fragen, wie es war. Ich kann denen das nie sagen, weil ich es selbst nicht weiß. Die drei Minuten sind wie eine Trance.

Wie sind Deine Pläne für die Zeit nach den Popstars?

Bahar: Sollte ich es nicht schaffen, in die Band zu kommen, dann gehe ich zurück nach Freiburg und mache die Schule fertig. Aber ich hoffe natürlich, dass ich es schaffe. Das wäre mein absoluter Traum.

Die Band tritt in die Fußstapfen der No Angels. Kann man sich an dem Erfolg überhaupt messen?

Bahar: Die No Angels waren schon gut. Aber ich glaube, es geht noch besser.

Es wird ja eine Girlband. Ist da nicht ein Zickenkrieg vorprogrammiert?

Bahar: Nein, ich glaube nicht. Die Mädchen sind wirklich alle ganz nett zu einander. In der Schule bin ich Schlichterin. Ich kann also im Notfall eingreifen. (lacht)