Öko, fair und regional: So wird die Fairjeans aus Freiburg

Konstantin Görlich

Per Crowdfunding zur neuen Designer-Jeans - fair, öko und regional. Das ist das Ziel des Start-up-Teams von fairjeans, das von Freiburg aus zertifizierte Bio- und Fairtrade-Jeans an modebewußte Menschen mit gutem Gewissen verkaufen will.



Öko, fair und regional. Diese drei Eigenschaften will ein junges Team aus dem Vauban in einer Hose vereinen, der Fairjeans. Los geht es mit drei verschiedenen Modellen, aber erst, wenn die Crowdfunding-Kampagne auf dem Portal Startnext erfolgreich war: Hier müssen bis Ende Juni 10.000 Euro zusammenkommen. Dann legt die Designerin los. Aktueller Stand: knapp 8.000 Euro, das Ziel ist also zum greifen nah.


Ein anderes Ziel wird die Fairjeans verfehlen: “Zur Präsentation auf der Ethical Fashion Week in Berlin wird es zeitlich leider nicht reichen”, sagt Walter Blauth (55, im Bild unten rechts), einer der Fairjeans-Gründer. Stattdessen habe man die Innatex in Hofheim für die Premiere auserkoren. Sie ist nach eigenen angaben die wichtigste Fachmesse für nachhaltige Textilien.



Gewirtschaftet wird bei Fairjeans genossenschaftlich. Das bedeutet neben Fairness und Transparenz unter anderem, daß die Mitarbeiter die Geschäftsführung wählen und dass das höchste Gehalt maximal das dreifache des niedrigsten betragen darf. Genossenschaftsanteile gibt es ab 50 Euro. Jeder Genosse hat eine Stimme, egal wie hoch sein Anteil ist.

Die Fairjeans will mehr sein als einfach nur eine weitere Öko-Jeans. “Wir haben das große ganze im Blick, von der Baumwolle über die Designer und die Produktion bis zu den Shops”, erläutert Blauth das Gesamtkonzept. “Bio-Baumwolle wird knapp, da wollen wir investieren und gezielt unterstützen”, und so gehen 2,80 Euro pro Jeans an ein Projekt, das Bio-Baumwolle in der EU fördert.

Zertifiziert wird die Fairjeans nach dem “Global Organic Textile Standard” (GOTS). Das soll sicherstellen, dass von den Bio-Rohstoffen über die umwelt- und sozialverantwortliche Produktion bis zur transparenten Kennzeichnung alles mit fairen Dingen zugeht. Design und Passform sollen aber ebenso wichtig sein: “Modisch und nachhaltig muss sich nicht widersprechen”, heißt es dazu auf fairjeans.de. Apropos Transparenz, der Preis von 119 Euro für eine Fairjeans setzt sich so zusammen:



Und wo wird es die Fairjeans zu kaufen geben? Im Internet jedenfalls nicht, um den Modefachhandel zu unterstützen. Das sei Teil des Fairness-Konzepts. Außerdem seien die Rücklaufquoten zu hoch. Stattdessen setzt Fairjeans auf einen Concept Store im Vauban und die Kooperation mit lokalen Boutiquen.

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