Oberried: Jäger erschießt versehentlich Pferd

fudder-Redaktion

Während der Wildschweinjagd hat am vergangenen Samstag ein Jäger im Oberrieder Ortssteil St. Wilhelm versehentlich ein Pferd erschossen.

Nach Angaben der Polizei hatten sich in den vergangenen Wochen Schäden durch Wildsäue im Großraum Kirchzarten gehäuft, weshalb mehrere Jäger sich diesem Problem annahmen.

Am späten Samstagabend, kurz vor Mitternacht, erkannte ein 45 Jahre alter Jäger im Oberrieder Ortsteil St. Wilhelm, Bereich Katzensteig, an einem Wiesenrand eine Wildsau. Mit dem ersten Schuss hatte der Jäger, der als erfahren, ruhig und besonnen gilt, sein Ziel verfehlt. Kurze Zeit später, so die bisherigen Untersuchungen der Polizei, hatte der Mann eine Bewegung wahrgenommen und geglaubt, die Wildsau vor sich zu haben. Er schoss ein zweites Mal und traf dabei den 20jährigen Wallach.


Der Polizeiposten Kirchzarten untersucht derzeit, ob sich der Jäger einer Verfehlung schuldig gemacht hat. Ein Veterinär wurde von den polizeilichen Ermittlern in die Untersuchungen eingebunden; er stellte bei dem Wallach einen Herzschuss fest, der sofort zum Tod geführt habe. Das Pferd gehörte einer Frau aus dem Markgräflerland. Das Kreisjagdamt beim Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald ist ebenfalls informiert und in die Ermittlungen eingebunden.

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