Polizei

Obduktion: Mutter in Freiburg-Hochdorf starb an stumpfer Gewalteinwirkung

Simone Höhl

Das Freiburger Amtsgericht hat Haftbefehl für den Sohn der getöten Hochdorferin erlassen. Nach einem Streit war für die 63-Jährige jede Hilfe zu spät gekommen.

Der 25-jährige Sohn der Frau ist noch am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt worden, teilen Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Der Richter habe den Haftbefehl erlassen, und der junge Mann wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.


Todesursache: stumpfe Gewalt

Die Polizei hat den Sohn am Mittwoch in der Nähe der Wohnung festgenommen, in der er mit seiner Mutter gewohnt hatte. Die Beamten waren von Nachbarn wegen eines heftigen Streits alarmiert worden und mit Rettungsdienst und Notarzt angerückt. Doch für die Frau, die sie schwerverletzt in der Wohnung fanden, kam jede Hilfe zu spät. Die 63-Jährige erlag im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen.

Inzwischen liegt das Ergebnis der Obduktion vor: Den Tod der Frau hat den Rechtsmedizinern zufolge wahrscheinlich stumpfe Gewalteinwirkung verursacht. Genauere Angaben, was darunter zu verstehen ist, machen die Ermittler nicht. "Das könnte beispielsweise durch Tritte oder Schläge geschehen sein", erklärt Polizeisprecherin Laura Riske.

Der Verdächtige äußert sich nicht

Das Küchenmesser, das die Kripo am Tatort sichergestellt hat, soll allerdings auch für die Tat relevant sein. Davon gehen die Ermittler aus, sagte Riske. "Das eine schließt das andere nicht aus, Verletzungen sind auf unterschiedliche Weise möglich."

Der 25-jährige Deutsche ist von der Kriminalpolizei als tatverdächtiger befragt worden. Bis jetzt hat er sich nicht zu den Vorwürfen geäußert. Die Ermittlungen der Kripo dauern an.

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