Noch eine Privathochschule: FOM kommt nach Freiburg

Frank Zimmermann

Freiburg bekommt eine weitere private Hochschule: Zum 1. September nimmt die Fachhochschule für Ökonomie und Management den Betrieb auf. Geplant sind fünf Bachelor- und vier Masterstudiengänge, alle berufsbegleitend.



Die FOM (Fachhochschule für Ökonomie und Management) ist bundesweit in 30 Städten sowie in Luxemburg etabliert und zählt mit 21.000 Studierenden zu den größten privaten Hochschulen Deutschlands. Zudem wurde am Mittwoch bekannt, dass die auf Fernstudiengänge spezialisierte Internationale Hochschule Bad Honnef im Mai ein Studienzentrum für Prüfungen in Freiburg eröffnet.


Die Probleme, die die 2009 gegründete IUCE – jetzt IBA – hatte, wird die FOM nicht haben: Da die Hochschule mit Hauptsitz in Essen schon seit 20 Jahren besteht, liegen alle notwendigen Akkreditierungen bereits vor – auch die durch den Wissenschaftsrat, der vor einem Jahr für Aufsehen sorgte, als er der noch jungen IUCE die Akkreditierung verweigerte. An der FOM, die den Status einer Fachhochschule hat, wird auch Forschung betrieben.

Die FOM will in Freiburg in fünf Jahren bis zu 800 Studierende haben. Mit wie vielen es im Wintersemester losgeht und welche Studiengänge zum Start angeboten werden, sei noch unklar, sagt Kanzler Harald Beschorner. Die Werbung für den Standort Freiburg sei angelaufen. 30 Studierende brauche es, um den Lehrbetrieb in einem Studiengang zu starten. Mindestens 50 Prozent des Lehrpersonals werden hauptberufliche Professoren sein.

Anbieten wird die FOM in Freiburg die siebensemestrigen Bachelor-Studiengänge Business Administration, International Management, Steuerrecht, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsrecht, außerdem die vier Semester dauernden Master-Studiengänge Business Administration (englischsprachig), Management (deutschsprachig) sowie Human Resource und Sales Management.

Das Besondere ist, dass das Studium berufsbegleitend ist. Will heißen: Jeder Studierende muss entweder einen Beruf ausüben oder sich in einer Ausbildung befinden. Anders als bei der IBA sind Betriebe nicht ins Studium mit eingebunden. Die Vorlesungen finden deshalb wahlweise an drei Werktagen abends oder freitagabends und samstags statt. Die monatlichen Gebühren sind mit 295 Euro in den Bachelor- und 395 bis 450 Euro in den Masterstudiengängen vergleichsweise moderat.

Vorerst hat die FOM Räume im Solar-Info-Center an der Emmy-Noether-Straße angemietet, ein baldiger Umzug sei aber geplant, sagt Beschorner: "Wir suchen andere Räume, möglichst zentral."

Private Hochschulen in Freiburg

Neben drei staatlichen und zwei kirchlichen gibt es in Freiburg diverse private Hochschulen. Dazu zählt die Internationale Berufsakademie IBA (früher IUCE) mit derzeit 200 Studierenden, bundesweit zählt die IBA an zwölf Standorten 1500 Studenten; ein IBA-Studium kostet 530 Euro im Monat.

Seit Herbst 2011 gibt es an der Haslacher Straße die Hochschule für Kunst, Design und Populäre Musik (HKDM), wo derzeit 248 Studierende eingeschrieben sind; sie zahlen je nach Studiengang monatlich zwischen 525 und 545 Euro.

Außerdem gibt es die ISW Business School der Steinbeis-Hochschule Berlin mit 110 Studierenden, die monatlich 544 Euro zahlen.

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[Foto: Ingo Schneider]