Nightlife-Guru: Project-X am Opfinger Baggersee

Nightlife-Guru

Samstagabend, Opfinger See. Trotz Absage der 'Project X-Party' durch den jugendlichen Veranstalter und Betretungsverbot des Seegeländes hoffte unser Nightlife-Guru auf eine große illegale Baggersee-Sause. Wie's war:





Die Jungs an der Einfahrt

Samstagabend, Partytime! Über 2000 Feierwütige haben sich angekündigt, um am Opfinger Baggersee so richtig einen Drauf zu machen. So ganz nach meinem Geschmack, mit Dreck, Lärm und Ärger! Der Polizei's Leid ist des Gurus stille Freud'.

Ich bin kein Newbie in dem Geschäft: Den an der Einfahrt postierten, ehemals in waldgrünes Tuch gewandten Sicherheitsbeamten kurz zugenickt und dann nichts wie rein da. Ein Blick auf die Uhr erlaubt mir und meiner Begleitung noch eine Stunde freies Geleit auf dem Gelände. Wo ist die Party?

Einrichtung & Deko

Ein Flair irgendwo zwischen Ministranten-Beachparty und Dorfhock: Bisschen Kiesstrand, vereinzelte Bierbänke - und ein Kioskbüdchen. Voll okay. Das ist eine Facebook-Party, nicht das Kagan. Es ist heiß hier am See, die Sonne prägelt auf meinen Kopf. Egal, ich muss diese Party finden. Los - einmal um den See!

 

Wer war da?

"Ey, seid ihr von Faaacebook?" Hoffnung kommt auf, wir sind nicht allein! Ohne unsere Antwort abzuwarten torkeln die beiden Schnapsdrosseln aber gleich wieder von dannen. Mist, weitersuchen. Polizisten und Pressefuzzis statt Partygänger - überall um den See herum. Schnell weiter! Vorbei an der Nackidei-Wiese. Ob sich der ambitionierte Veranstalter - laut Facebook immerhin Zuhälter im FKK-Palast - wohl unter seine Schäfchen gemischt hat? Kurzer Check: Die Generation Facebook sieht leider jünger aus.

 

Klangwaren-TÜV & Partyatmosphäre

Anderswo in Freiburg beklagt man sich über scheppernde Anlagen, hier verzichtet man einfach auf solch technischen Schnickschnack. Idyllische Ruhe statt knarzende Bässe. Das beruhigende Autobahnrauschen von nebenan wähnt einen nach 'nem Liter Cuba Libre am Meer - glaube ich.

Catering & Getränke

Immerhin, der kleine Kiosk hat bis zum bitteren Ende seine Klappe geöffnet. 2,10 Euro für ein Pils, Shots und Longdrinks gibt es keine. Wer keinen eigenen Grill dabei hat, kann sich hier auch ne Wurst erstehen. Bis 18 Uhr, versteht sich.

 

Auf dem Klo

Boah ne, ey! Die kleine Klobude hat zu. Überall Ordnungshüter, Wildpinkeln is' also auch nicht: Blase zu und durch. Ein paar Jungs pullern trotzdem vor den Augen zahlreicher Polizisten am Straßenrand  - in kleine Plastikbecherlein: Drogentest.

Aufheiterle

"Fatzebuck", "Prohjägt Icks Pardie" und "Maschine" als Computer-Synonym. Die Internetaffinität einiger Polizisten ist putzig.



Aufregerle

Samstagabend, doch keine Party für den Guru. Ich gebe es auf.

 

Fazit

Eine Diskussion über Sinn und Unsinn des großen Polizeiaufgebots und die Existenzberechtigung von Facebookparties spar ich mir. Es ist Sonntagmorgen und ich habe einen Sonnenstich statt 'nen Kater.

Mehr dazu:

   

Foto-Galerie:

Tipp: Wartet einen Augenblick, bis die Galerie komplett geladen ist. Ihr könnt euch dann ganz bequem jeweils das nächste Foto anzeigen lassen, indem ihr auf eurer Tastatur die Taste "N" (für "next") drückt.