Nightlife-Guru: Kniffelturnier @ Sedan Café

Nightlife-Guru

FKK steht seit gestern nicht mehr nur für nackte Haut am Opfingersee sondern vor allem auch für eins: den Freiburger Kniffel Klub. Dieser veranstaltete gestern im heimeligen Sedan Café sein erstes Turnier, bei dem unser kniffelsüchtiger Nightlife-Guru natürlich nicht fehlen durfte. Sein Ziel: den hässlich-schönen Pokal zu gewinnen.

Vor der Tür ...


... stehen um halb acht noch ein paar Raucher und Wartende. Drinnen wird man sofort begrüßt und kann sich für das Kniffelturnier anmelden. Auf der Anmeldeliste stehen schon circa 20 Leute - Hammer, wer alles Bock auf Würfelspielchen hat! Auch von einem Gewinnspiel ist die Rede und so steigt die Spannung unermesslich.

Nach dem Anmelden geh' ich erstmal stracks an die Bar, um mich mit Flüssigem auszustatten.

Inneneinrichtung & Deko

Wirklich knifflig sieht es im Sedan nicht aus. Immerhin liegen auf den Tischen blaue Filzmatten, damit die Würfel nicht allzu laut auf den Tisch knallen. Außerdem: Ein paar Bögen Kniffelpapier und natürlich Würfelbecher. Ansonsten hab ich das Gefühl,  in einem großen Wohnzimmer zu sein - dem Wohnzimmer einer 19er WG, denn irgendwie kennt hier jeder jeden. Die Inneneinrichtung besteht wesentlich aus vielen Stühlen, einer Menge Tische und zahlreichen Lampen und Leuchten.



Wer war da?

Wie gesagt: Ich bin in einer großen WG gelandet. Die "Bewohner" sind alle mindestens 22, also 20 plus. Also eher plus. Meine Begleitung und ich sind deutlich die Jüngsten; dennoch fühlen wir uns nicht unwohl oder ausgegrenzt: Beim Kniffeln wird gegrölt, egal wer was geworfen hat. Aber dazu später mehr. Unter den Mitknifflern sind keine Tussis und Prols am Start, keine Überschminkten und keine zu Besoffenen. Alle passen in die Runde; durchweg guter Stil.



Kniffel-Atmo & Klangwaren-TÜV

Die Musik klimpert und singt schön brav im Hintergrund, wie es sich für Hintergrundmusik gehört. Gut so, schließlich muss man sich beim Würfeln und Rechnen arg konzentrieren. Während den Würfelrunden wird das Wohnzimmer immer wieder von lautem Schreien, Grölen und Klatschen durchdrungen. Ein Kniffel! Oder gar eine Große Straße beim letzten Versuch und mit nur einem Wurf! Alle fiebern mit und feiern die andern oder sich selbst.

Der Abend verläuft wie folgt:

Zuerst erklärt der Organisator die Spielregeln, präsentiert den riesigen Pokal - „Ja, darum geht’s!“ - und liest die Namen der Mitspieler vor, die in der ersten Runde an einem Tisch spielen. Gespielt werden immer zwei Runden in Vierer- oder Fünfergruppen. Dann werden die Punkte zusammengezählt; die beiden Besten kommen in die Siegerrunden, die Anderen in die Loserrunden. Nach Raucherpausen und einer etwas langen Wartezeit geht es schließlich mit neu verteilten Gruppen in den Sieger- oder Loserrunden weiter.



Catering und Getränke

Auf einem Schild vorm Café steht was von einer Rote-Beete-Suppe mit Ingwer, und so riecht es drinnen auch - WG-Küchenduft pur. Für die Naschmäuler gibt's Kuchen, Lollis und große Schokolandentafeln; bei den Getränken hat man die Auswahl zwischen Bier, Limos und Kaffee. Für Milchintolerante gibt es sogar laktosefreien Latte Macchiato und/oder Cappuccino.

Um 11 aufm Klo

War ich allein. Niemand da – wie auch. Ein kleines Café mit kleiner Toilette - Flaschenkisten stehen im Flur. Wieder WG-Feeling. Der Pfand sammelt sich im Gang, und auf dem Klo liegt ein Kistchen für Frauen mit der Aufschrift „Für den Notfall“.

Aufheiterle

Der Pokal, der nicht schön und handlich sondern groß und protzig ist, und die Verlosung zwischen den Runden, bei der Gutscheine fürs Sedan Café und ein Skateboard vom Boardshop zu gewinnen sind. Der Gewinner des Boards ist sich seines Glücks schon bewusst, bevor sein Name überhaupt vorgelesen wird: „Ich sehe das Teil schon unter meinen Füßen!“ Und entsprechend groß ist die Freude und das Geschrei, als er es tatsächlich gewinnt.



Fazit

Das erste Tunier des Freiburger Kniffel Klub war durchweg gelungen. Auch wenn ich nicht bis zum Ende durchgehalten habe, hatte ich meinen Spaß. Die "WG" war gemütlich, die Stimmung ausgelassen und ich bin überzeugt, dass die nächsten Turnierabende mindestens genauso gut werden!

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