Nightlife-Guru: Beim Grand Opening des Bermuda Freiburg

Nightlife-Guru

Pünktchentapete, ein blau-leuchtendes Mandala, Fotos von Schiffen: Der ehemalige O2-Shop in der Universitätsstraße ist nicht wiederzuerkennen. Der Nightlife-Guru war bei der Eröffnung.

Vor der Tür

In leichtem Regen warte ich am Bertoldsbrunnen auf meine Freunde. Sie verspäten sich. Ich scrolle gelangweilt durch Facebook, bis in meiner Timeline ein Live-Video von der Eröffnung des Bermudas in der Universitätsstraße auftaucht. Ich will da hin. Mit rund 30 Minuten Verspätung machen wir uns zu sechst endlich auf den Weg.

Drinnen werden wir von einem Mitarbeiter herzlich begrüßt. Die meisten Tische sind für vier Personen ausgelegt. Aber kein Problem, die letzten zwei noch freien Tische werden umgestellt und wir können es uns gemütlich machen. Noch bevor ich einen Blick in die Karte werfen kann, wird uns ein Teller mit selbstgemachten Pralinen auf den Tisch
gestellt.

Inneneinrichtung und Deko

Ich schaue mir die Karte an. Die Auswahl ist riesig. Ich bestelle einen Vodka-Bull. Während ich auf mein Getränk warte, habe ich das erste Mal Zeit, mir die Deko genauer anzuschauen. Neben mir ist ein Bullauge in der Wand eingelassen. Darüber
hängen Fotos von Schiffen. An der gegenüberliegenden Wand ist ein großes, blau leuchtendes Mandela. Daneben hängt ein Rettungsring. Meine Begutachtung wird durch die Bedienung unterbrochen. Unsere Getränke sind schon da.

Das erste Getränk ist trotz des starken Mischungsverhältnisses schneller weg als es kam. Ich muss Platz machen für den nächsten Drink und mache mich auf den Weg in Richtung Klos. Ausgeschildert sind sie noch nicht, aber Treppe runter kann nie falsch sein. Im Untergeschoss werde ich von der selben Pünktchentapete wie in der Passage 46 umschlungen. Ich habe sechs Türen zur Auswahl. Alle noch unbeschriftet. Ich suche einfach den Raum mit Pissoir. Hinter der 5. Türe werde ich fündig.

Kaum bin ich wieder am Tisch, wird der gerade frei gewordene Raum in meiner Blase für einen Welcome-Shot in Anspruch genommen. Mit der steigenden Anzahl an Drinks steigt auch mein Pegel. Ich schlängle mich für eine Zigarette nach draußen. Während das Nikotin meinen Körper zerstört, wird es plötzlich dunkler. Das Leuchtschild der Bar geht
aus. Ist etwa jetzt schon Feierabend? Halb panisch frage ich den Barkeeper. Alles gut, die Leuchtreklame ist noch an die Zeitschaltuhr vom Vorgänger, einem Handyladen, angeschlossen. Erleichtert widme ich wieder meinem Getränk.

Party-Atmosphäre

Der DJ sorgt mit seiner bunten Musikmischung für gute Laune. Auch die schönen bunten
LEDs sind nicht gerade schädlich für die Atmosphäre. Ich hoffe die musikalische Unterhaltung ist nicht nur dieses Wochenende zur Eröffnung da. Ich mags.
Ich habe mittlerweile gut einen sitzen und irgendetwas sagt mir, ich sollte mich auf den Heimweg machen. Kurz noch einen Blick in die Karte und durchrechnen wie teuer dieser Abend wird. Da verwirrt mich die Bemerkung am Ende der Karte "Alle Preise verstehen sich exklusive Mehrwertsteuer". Muss ich jetzt noch 19% dazurechnen? - Nein. Es war nur ein Druckfehler. Ich helfe der Bedienung mit meiner Taschenrechner-App im Handy aus. Die Preise sitzen bei der Eröffnung wohl noch nicht so ganz.

Fazit

Mit vielem habe ich im Bermuda-Dreieck gerechnet – aber nicht mit einer so schönen Bar in einem ehemaligen Handyshop. Ich komme wieder, spätestens am kommenden Wochenende. Ich habe eine neue Lieblingsbar und die Bar einen ersten Stammkunden.

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