Nightlife-Guru: Bei der Ersti-Stadtrallye der Juristen

Nightlife-Guru

Offiziell sollen die Erstsemester bei der sogenannten Stadtrallye ihre neue Stadt kennen lernen. Dass es in Wirklichkeit nur ums Trinken geht, hat unser Nightlife-Guru miterlebt.

Der Anfang

Es sind anfangs erstaunlich wenige Erstis da, bedenkt man doch den Umstand, dass sich knapp 500 junge Menschen für ein Studium der Rechtswissenschaft in Freiburg entschieden haben. Auf das Sprichwort "kein Bier vor vier" wird heute freundlich verzichtet, Treffpunkt ist nämlich um 14 Uhr auf dem Platz der weißen Rose. In über 30 Gruppen ist dann um 14.20 Uhr Startschuss: Mit einem Stadtplan ausgerüstet, auf dem die Stationen eingetragen sind, geht es dann los.

Die Aufgaben

Sind alle unterschiedlich, haben aber doch alle nur ein Ziel: Alkoholkonsum. Ob Bier oder Wein, alle Stationen enden damit, dass einzelne Gruppenteilnehmer, ein Teil der Gruppe oder eben doch die ganze Gruppe trinken darf. Der Alkoholkonsum ist mitnichten verpflichtend, es wird in jeder Gruppe darauf hingewiesen, dass man auch Cola trinken kann und keinen Alkohol trinken muss. Die einzelnen Aufgaben an den Stationen sind dabei unterschiedlich: Mal gibt es ein Freiburg/Jura-Quiz, mal Sackhüpfen, die Reise nach Jerusalem ist ebenso vertreten wie Bierpong.

Die Teilnehmer

Werden scheinbar auch immer jünger. Viele haben dieses Jahr Abitur gemacht und wollen ihr Studium direkt dranhängen. Die meisten wohnen seit kurzem in der Stadt, einige wenige kommen tatsächlich aus Freiburg. Und natürlich werden einige Klischees bedient, auch schon von den Erstis. Will heißen: Segelschuhe, Hemd und Mantel, oder Perlenohrringe, Kaschmirschal und passende Handtasche dazu. Typisches Juraoutfit eben.

Die anderen

Immer wieder trifft man andere Erstis, die nicht Jura studieren – immer sind es die Biologen, die ebenfalls ihre Stadtrallye abhalten. Während vor dem Theater bei den Juristen ein Quiz stattfindet, müssen die Bio-Erstis eine Klamottenkette machen. Viele frierende, halbnackte Jungstudenten inklusive.

Die Stimmung

Könnte nicht besser sein. Man redet viel mit den Gruppenleitern, es werden fleißig Fragen gestellt und gleichzeitig sorgt der steigende Pegel dafür, dass sich auch etwas schüchterne Gruppenteilnehmer ins Gespräche einklinken.

Fazit

Ziel erreicht – oder vielleicht doch nicht? Die Stadt kennengelernt hat man nicht wirklich - aber dass das nicht im Vordergrund stehen würde, war schon im Voraus klar. Stattdessen aber wurde ein anderes Ziel erreicht: Dass die Studierenden sich untereinander kennenlernen, erste Kontakte knüpfen und einen feuchtfröhlichen Nachmittag verbringen.

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