Nightlife-Guru: Auf einer ausgestorbenen Aftershowparty

Nightlife-Guru

Den Nightlife-Guru hat es am Freitag ins Waldsee verschlagen. Nach dem Konzert des Chickenhill Culture Clubs verdünnisierten sich aber die meisten Besucher und auf der Aftershow-Party war kaum was los. Schade, denn die Musik war gut.

Der Junge von der Türe

Gegen Mitternacht komme ich am Waldsee an. Und was erwartet mich am Eingang? Ein Türsteher wie er im Bilderbuch steht: Breit gebaut, schwarz angezogen und verzieht keine Miene. Er lässt mich durch ohne ein Wort zu sagen und ich husche hinein ins Warme.

Inneneinrichtung und Deko

Auf Deko und viel Schnickschnack wurde hier verzichtet. Nur der Kronleuchter an der Decke hebt sich vom sonst eher schwarz gehaltenen Raum ab. Auf der Bühne läuft eine Schwarz-Weiß-Bildershow und die Lichteffekte lassen den Raum in Blau und Pink erstrahlen.



Style Check

Der Style des Publikums ist komplett gemischt, ebenso wie das Alter der Leute. Von Gerade erst Volljährigen in Jeans und Kapuzenpulli bis hin zu Anzugträgern ist alles mit dabei. Überraschend, wie viele sich hier schicker angezogen haben und aus Stilgläsern Rotwein trinken.

Aufregerle

Wie frisch verliebt noch mit 40 oder 50? Toll! Aber bitte nicht wild knutschend direkt vor der Bühne. Ich warte nur darauf, dass jemand ruft: "Nehmt euch ein Zimmer", leider vergeblich.

Party Atmosphäre und Klangwaren-TÜV

Nach dem gut besuchten Konzert des Chickenhill Culture Clubs entstand anscheinend gegen 23 Uhr bei vielen Älteren des Publikums ein fluchtartiger Aufbruch, wird mir von einem Bekannten erzählt. Trotz guter Musik in Richtung Deep- und Tech House, ist die Tanzfläche nur mäßig gefüllt. Einer lässt sich davon allerdings nicht aus der Ruhe bringen: Lässig zündet sich DJ Max Maria eine Zigarette an und werkelt vertieft an seinem Set.

An der Bar

An der Theke tummeln sich dann doch einige und so bahne ich mir meinen Weg hin zum Barkeeper. Überaus nett werde ich gefragt, was ich bestellen möchte. Und nicht nur an der Bar, sondern auch am Einlass sowie der Garderobe fällt mir auf, wie freundlich die Mitarbeiter sind – das kann nicht von jeder Adresse behaupten.

Fazit

Trotz der guten Beats des bemühten DJs kam die Party nicht wirklich in Schwung. Den Anwesenden, mich eingeschlossen, hat die Musik gefallen, auch wenn wenig los war.