Nicoles Heubodensong

David Weigend

Nicole Fraider, 34, ist Hausfrau und Hobbykomponistin. Für unsere Serie FreiburgTracks hat sie eine klanggewordene Hommage an die Umkircher Discothek Heuboden geschaffen. Das Ergebnis ist in jeder Hinsicht erstaunlich.



Für Nicole Fraider ist der Heuboden "mehr als nur eine Disco". Sie bezeichnet sich als "richtigen Fan davon" und ist seit Jahren Stammgast. Jedoch nicht auf dem Floor, wo Schlager läuft, sondern im Erdgeschoss. "Da kommt Black, Dance, Trance, alles gut gemischt." Folgerichtig ist Nicoles Komposition ein düster-schwebendes Trancetech-Machwerk.


Am Gesang nicht unschwer zu erkennen hingegen ist Nicoles Vorliebe für die deutsche Musikgruppe Cascada, deren Stil die Website Wikipedia unter "Hands Up" und "Dance" einordnet. Ein Geniestreich, mit Verlaub.



"Also, mein größter Wunsch ist es schon immer, eigene Musik zu machen. Wenn ich am Computer Musik mache und singe, fühle ich mich frei und kann meine ganzen Gefühle und Gedanken hineinproduzieren."

Nicole Fraider produzierte das Masterpiece mit dem Programm Nero Soundtracks. "Die Idee hatte ich in ein paar Minuten. Bis die ganze Nummer im Kasten war, hat es aber zwei Wochen gedauert", rekapituliert die 34-jährige Mutter. Angesprochen auf die aufwühlende Emotionalität des Werks bekennt die Urheberin: "Genau so, wie ich diese Disco sehe, was ich denke, was ich fühle, ist in meinem Heubodensong wiederzuerkennen."

Nicoles Ziel war es eigentlich, dass der DJ im Heuboden ihren Song auflegt und die Leute begeistert mitsingen. Doch Nicole war sich nicht sicher, ob die Tonqualität ihres Tracks ausreicht. "Auf jeden Fall möchte ich mich mit diesem Song bei Heuboden Umkirch bedanken. Ganz besonders bei Charlie. Schade, dass er nicht mehr dabei ist. Er hat immer für Spaß und gute Laune gesorgt." Ihr besonderer Dank, vielleicht auch für Inspiration, gilt DJ Bubbi und dem ganzen Team: "Die sind spitze", so das schlichte Fazit der Tonsetzerin.

Mehr dazu:

fudder.de: Portrait des Heubodens