Das kotzt mich an

Neun Dinge, mit denen ihr jedem Flyerverteiler den Spaß an der Arbeit raubt

fudder-Redaktion

Der Job der Flyerverteiler ist hart: Sie stehen stundenlang in der prallen Sonne oder in der Kälte, werden herablassend behandelt und bleiben trotzdem stets freundlich. Fudder hat neun Dinge gesammelt, mit denen ihr jeden Flyerverteiler auf die Palme bringt.

1) Behandelt die Verteiler wie einen gefühlslosen Stein.

Flyerverteiler sind keine Reklameschilder, sondern auch nur Menschen – vielleicht sogar eure Kommilitonen. Ihnen die Flyer genervt aus der Hand zu reißen und sie dabei keines Blickes zu würdigen, ist wirklich herablassend. Ein kurzes Lächeln versüßt ihnen den anstrengenden Job und schadet euch ganz bestimmt nicht.

2) Lasst die Flyerverteiler nicht ausreden.

Die Flyerverteiler geben sich größte Mühe, freundlich und aufgeschlossen zu sein. Meistens haben sie euch sowieso nur ein, zwei Sätze zu sagen. Währenddessen ungeduldig wegzulaufen oder die Ohren entnervt auf Durchzug zu schalten, ist nicht cool, sondern einfach nur respektlos.

3) Seid generell misstrauisch und besserwisserisch.

Logisch, dass ihr besser über die Veranstaltungen und Aktionen Bescheid wisst als die Flyerverteiler selbst. Ist ja auch nur deren Job. Mal ehrlich: Könnt ihr euch nicht einfach über ein cooles Angebot freuen? Ihr müsst nicht zwanghaft darauf beharren, an der ganzen Sache einen Haken zu finden.

4) Ruft den Flyerverteilern schon aus 50 Metern Entfernung zu, dass ihr kein Interesse habt und kommt dann wieder zurück, weil euch die Aktion doch interessiert.

Klar, manchmal möchte man gerade nicht angesprochen werden und über Rabatte oder Events informiert werden. Aber könnt ihr hellsehen? Woher wisst ihr vorher, ob die Aktion nicht doch etwas für euch ist? Also: Lasst die Flyerverteiler erst einmal erklären, worum es geht, bevor ihr kategorisch ablehnt.

5) Nehmt einen Flyer mit und werft ihn in Sichtweise der Verteiler in den Müll oder auf den Boden.

Wenn euch die Aktion nicht interessiert, dann steht dazu. Scheinheiligkeit hat noch keinen weitergebracht: Ganz begeistert tun und den Flyer danach vor den Augen der Verteiler demonstrativ zu zerknüllen und wegzuschmeißen, ist nicht nur feige, sondern belastet auch die Umwelt. Im schlimmsten Fall müssen euch die Flyerverteiler sogar hinterherlaufen, um den Müll zu beseitigen – etwas Ehrlichkeit und Respekt wäre da durchaus angebracht.

6) Versteckt euch in der Gruppe und folgt der Meinung eures Anführers.

Es ist schon schwierig genug, sich in einer Gruppe Gehör zu verschaffen, während sich alle unterhalten. Wenn ihr euch dann auch noch wie ein meinungsloses Kollektiv verhaltet, das gedankenlos einem Anführer folgt, ist das echt nervig. Traut euch, zu eurer persönlichen Ansicht zu stehen und auch dann einen Flyer mitzunehmen, wenn der Rest der Gruppe ablehnt.

7) Rennt beim Anblick eines Flyerverteilers weg.

Flyerverteiler sind nicht blöd. Sie bemerken sehr wohl, wenn ihr bei ihrem Anblick plötzlich unnötige Umwege einschlagt. Aus heiterem Himmel anfangen zu rennen, dann aber nach zehn Metern wieder stehenzubleiben, ist auch nicht gerade eine schauspielerische Meisterleistung. Nur weil jemand Flyer verteilt, beißt er nicht. Ein kurzes "Nein, danke" reicht, schon seid ihr ihn los – ganz ohne Weltrekordsprint.

8) Lasst euch alles bis ins kleinste Detail erklären und sagt dann nach zehn Minuten, dass ihr prinzipiell kein Interesse habt.

Falsche Begeisterung zu heucheln ist nicht nur für euch, sondern auch für die Verteiler anstrengend. Wenn die Aktion prinzipiell nichts für euch ist, dann sagt das am Anfang und nicht, nachdem ihr mehrere Nachfragen gestellt und die Verteiler in ein langes Gespräch verwickelt habt. Das raubt ihnen Energie und Zeit, in der sie vielleicht andere Interessierte hätten gewinnen können.

9) Seid beleidigt, wenn sich die Flyerverteiler nicht an euch erinnern.

"Äh, hallo? Du hast mir vor zwei Wochen schon mal einen Flyer gegeben, das musst du doch noch wissen!" Diesen Satz hören Flyerverteiler gar nicht gerne. Sie sind mehrmals in der Woche stundenlang in Menschenmassen unterwegs und merken sich so gut es geht, mit wem sie bereits gesprochen haben. Trotzdem haben sie kein Superhirn, in dem sie tausende flüchtige Bekanntschaften abspeichern können. Also macht ihnen kein schlechtes Gewissen, wenn sie sich nach zwei Wochen nicht mehr an euer 08/15-Gesicht erinnern.

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