Das kotzt mich an

Neun Dinge, mit denen Du jeden Partyfotografen nervst

fudder-Redaktion

Sie arbeiten nachts und an den Wochenenden: Partyfotografen und Partyfotografinnen in Freiburg haben nicht gerade den einfachsten Job. Fudder hat neun Dinge gesammelt, mit denen Du sie so richtig auf die Palme bringst.

1.) Seid unzufrieden mit den Bildern, die ich von euch gemacht habe.

"Ich sehe da drauf aber nicht gut aus." Fotografen geben sich die größte Mühe, dass die fotografierten Personen gut aussehen auf den Bildern. In der Regel sind die Menschen jedoch immer unzufrieden mit dem Ergebnis und stören sich an jedem Makel. Es ist traurig, wenn die erste Reaktion eine negative ist.

Fotografen geben sich größte Mühe, dass die abgebildeten Personen natürlich authentisch und realitätsnah aussehen. Der Trend hat sich jedoch dahin entwickelt, dass die Leute aufgrund der perfekt inszenierten Instagram-Welt ungestellte Schnappschüsse nicht mehr akzeptieren oder als schön wahrnehmen.

2.) Fragt mich, ob Fotografieren mein Hobby ist.

"Ist das dein Hobby?" Ich kann gar nicht zählen, wie oft mir diese Frage schon gestellt wurde. Ja: Fotografieren ist mein Job, ich verdiene damit mein Geld und es ist eine große Verantwortung. Und dass dieser Job unterschätzt und schnell abgetan wird, nervt mich wirklich.

3.) Zieht mich am Ärmel, während ich auf den Auslöser drücke.

Das passiert so häufig! Während ich von anderen Personen Fotos mache, werde ich schon von den nächsten am Ärmel gezogen. Teilweise, während ich gerade auf den Auflöser drücke. Ein bisschen mehr Geduld wäre wirklich angebracht.

4.) Beurteilt meine Fähigkeit als Fotograf nach dem Preis meiner Kamera.

Ich habe die ersten Jahre mit einer eher günstigen Kamera fotografiert und bin teilweise ausgelacht worden. Das Lachen hat dann meistens aufgehört, wenn diejenigen die Qualität meiner Fotos gesehen haben. Denn: Beim Fotografieren kommt es auf das Handwerk an, nicht auf den Preis der Kamera. Ich sage nur: "Auf alten Pferden lernst du reiten."

5.) Habt keinen Respekt vor meinem Equipment.

Mein Equipment ist für mich das Allerwichtigste, denn damit verdiene ich meinen Lebensunterhalt. Es ist unglaublich, wie viele Menschen das nicht respektieren und gegen meine Kamera laufen, ihr einen Stoß versetzen oder unverantwortlich mit ihrem Getränk umgehen. Ich trage soviel Geld in der Hand, dem könnte man schon ein bisschen mehr Respekt entgegenbringen.

6.) Bittet mich um ein Foto und unterhaltet euch dann erst einmal.

Ich mache gerne Fotos von Euch, deswegen bin ich hier. Wenn ich dann aber erst einmal eine Minute warten muss bis euer Gespräch beendet ist – wohlgemerkt, nachdem ihr mich um ein Bild gebeten habt – nervt das einfach nur.

7.) Fragt mich, ob ich auch mal aufs Bild möchte oder macht ein Selfie mit mir.

Je später der Abend, desto öfter werde ich gefragt, ob ich auch mit aufs Bild möchte. Danke, das ist nett von euch, aber ich bin hier, um einen Job zu erledigen (siehe Punkt 2). Außerdem kenne ich euch nicht.

8.) Macht ein schlechtgelauntes Gesicht, weil ihr versucht, möglichst natürlich auszusehen.

Die besten Fotos sind die, auf denen die Leute nicht merken, dass sie fotografiert werden. Leider lässt sich manchmal nicht vermeiden, dass ich mich als Fotograf bemerkbar mache. Wenn ihr dann verkrampft versucht, natürlich auszusehen, isieht man meist böse aus – und ich kann das Bild meistens nicht verwenden. Also: Denkt an den freundlichen Gesichtsausdruck und alles wird gut.

9.) Setzt Anweisungen nur langsam um oder stellt euch quer.

Manche Partyfotos brauchen ein bisschen Planung. Das kann bedeuten, dass ich euch Anweisungen gebe oder bitte, die Position zu ändern. Wenn ihr euch dann quer stellt oder es Minuten dauert, bis ihr meinen Anweisungen folgt, macht das keinen Spaß. Macht’s doch einfach und vertraut mir, ich weiß meistens schon, was ich da tue.

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