Neueröffnung: Schwarzer Kater in der Bertoldstraße

Christina Braun

Rustikal, bodenständig, ehrlich – wo früher das Café Aspekt war, hat vor einer Woche der Schwarze Kater eröffnet. Das Lokal ist Kneipe, Café und Restaurant zugleich. Was kann die Bierauswahl und warum sollte man den Katzenjammer probieren?

Das Ambiente

Rustikale Kneipe und trifft auf bodenständiges Essen. Das Konzept des Schwarzen Katers ist einfach – und das spiegelt sich auch im Inneren des Gasthauses wider. Die Einrichtung ist simpel: Im Gastraum stehen alte Holztische mit den dunkelbraunen Eckbänken, dazwischen sind alte Reklameschilder für Bier an die Wänden gehängt worden. Im Obergeschoss, das Ende der Woche öffnet, gibt es noch mehr große Holztische, die zum gemeinsamen Zusammensitzen einladen.

Schnickschnack sucht man hier vergeblich. Dafür kann die Bar mit ihrer großen Auswahl an Hochprozentigem punkten. Einen Raucherbereich im Innenraum wie noch im Café Aspekt gibt es im Schwarzen Kater nicht mehr. Am schönsten sitzt man im Schwarzen Kater aber draußen: Die Sitzplätze vor der Kneipe sind gerade im Sommer heiß begehrt. Optimal gelegen in der Bertoldstraße, Ecke Niemensstraße zwischen Bermudadreieck, Universität und Stadttheater geht es hier auch immer um eins: Sehen und gesehen werden.

Die Betreiber

Der Schwarze Kater wird von vier erfahrene Gastronomen geführt: Adrian Sanzillo, Christian und Hilmar Schäuble und Hamme Gnann. Christian Schäuble ist nebenbei noch Geschäftsführer im Schlappen, Hamme Gnann und Hilmar Schäuble sorgen dafür, dass im Goldenen Stern am Tennenbacher Platz Bier über die Theke geht. "Wir wollten etwas Ehrliches machen", erklärt Sanzillo.

Im Schwarzen Kater wird alles selbstgemacht: Tiefkühlschnitzel und Mikrowellensauce kommen nicht auf den Tisch. Es wird bewusst saisonal und regional gekocht, erzählt Sanzillo. Das Fleisch bekommt die Kneipe von der lokalen Metzgerei Lehmann. Damit wollen sich die Betreiber auch bewusst von Systemgastronomen abheben, die ihr Essen vorgekocht geliefert bekommen und immer mehr Restaurants in der Innenstadt übernehmen.

Die Getränkekarte

Der Schwarze Kater glänzt vor allem mit einer großen Bierauswahl. Neben verschiedenen Flaschenbieren bietet der Schwarze Kater auch zehn verschiedene Biere vom Fass an. Sehr beliebt ist besonders das süffige Hausbier, Fürstenberger Export. Die Getränkekarte gibt aber nicht nur für Bierliebhaber einiges her. Die Betreiber setzten bei Hochprozentigem vor allem auf Klassiker wie Gin, Whisky und Rum. Die haben sie auch zahlreich im Angebot.

Allein 26 verschiedene Sorten Gin aus aller Welt gehen im Schwarzen Kater über die Theke. Sanzillo und sein Team haben auch die regionalen Gin-Spezialitäten nicht vergessen: Monkey 47 aus dem Schwarzwald gibt’s für 8, 70 Euro, Böttchehof Gin aus Schallstadt für 7, 50 Euro. Auch ein Gin aus Karlsruhe steht auf der Karte. Auch die Whisky- und Rum-Auswahl ist riesig. Besonders kurios: Auf der Karte steht auch eine kleine Auswahl an Whiskys aus Japan.

Wem Pils schmeckt, wer aber zur gleichen Zeit auf Alkohol verzichten möchte, sollte die "Holi" Hopfenlimonade probieren. Die vegane Limonade auf Grünteebasis ist mit Hopfen versetzt und bekommt so einen ganz eigenen Geschmack, wie süßes Pils, aber ganz ohne Alkohol. Eine "Holi" kostet 3,10 Euro. Auch beim Alkoholfreien setzt der Schwarze Kater auf die Klassiker. Neben verschiedenen Saftschorlen, gibt’s auch Club Mate und Lemon Aid.

Die Speisekarte

Im Schwarzen Kater kommt bodenständiges Essen aus der Region auf den Tisch und das von morgens bis abends. Zum Mittagstisch von 12 bis 17 Uhr bietet die Kneipe eine Auswahl an Salaten, Pasta und Fleischgerichten. Ein Salat kostet zwischen 8 und 10 Euro, Schnitzel mit Soße und Salat gibt’s für 7,60 Euro. Abends und am Wochenende ist die Karte größer.

Ein ganz spezielles Angebot ist der "Katzenjammer" – eine Pfanne aus übriggebliebenen Resten für einen guten Preis. Je nachdem, was gerade da ist, erfindet die Küche den "Katzenjammer" immer wieder neu. Da kann dann zum Beispiel "Hähnchenbrustfilet auf Spargelnudeln" rauskommen. Ziel ist es, die Lebensmittel möglichst nachhaltig zu verwerten, um so weniger Abfälle zu produzieren.

Öffnungszeiten

So bis Do 9 bis 1 Uhr
Fr bis Sa 9 bis 3 Uhr
Warme Küche von 12 bis 22 Uhr, Mittagstisch von 12 bis 17 Uhr.

Kontakt

Bertoldstraße 26
79098 Freiburg

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