Neueröffnung: Mahatma Gandhi in der Konviktstraße

Stephan Elsemann

Wechsel in der Konviktstraße: In Nummer 33 ist Mahatma Gandhi eingezogen. So lautet der Name des neuen Restaurants, das Indiens Küche in seiner Vielfalt einen Platz bieten will. Yagmon und Tschriajaid Mattasingh sind die neuen Pächter, die schon im Rieselfeld ein indisches Restaurant betreiben.



Ambiente

Die kleine Konviktstraße ist eine Gasse mit besonders hohem Touristenaufkommen. Bisher befand sich in Nummer 33 ein chinesisches Restaurant, das stets darunter litt, dass der Gastraum ein langer Schlauch ist und es darin recht dunkel war. An den Räumlichkeiten konnten die neuen Betreiber nichts ändern; das wuchtige Mobiliar ist auch geblieben. "Das gibt es auch in Indien", sagt Yagmon Mattasingh, einer der beiden Brüder, die das Restaurant gepachtet haben. Was soll's? China, Indien – das ist ja eigentlich alles ziemlich weit weg. 2005 eröffneten die beiden ihr erstes indisches Restaurant, das Shalimar im Rieselfeld. Auch wenn das wuchtige Mobiliar geblieben ist - Tschriajaid und Yagmon Mattasingh haben mit Geschick renoviert. Der Raum ist heller und freundlicher geworden. Es war die Idee von Tschriajaid Matta Singh, Mahatma Gandhi als Paten zu bemühen. Er prangt auf zahlreichen Fotos an den Wänden in all seinen Lebensjahren.



Auf der Speisekarte

Im Mahatma Gandhi soll nordindische Küche gepflegt werden, die tendenziell nicht ganz so scharf ist, mehr Fleischgerichte enthält und auch viel mit Joghurt und Ghee – das ist Butterschmalz – arbeitet, also deutschen Essgewohnheiten entgegenkommt. Anders als in ihrem Restaurant im Rieselfeld wollen sie im Mahatma Gandhi jedoch verstärkt auch vegetarische Gerichte anbieten. Die sehr umfangreiche Karte listet 100 Gerichte auf. Dazu kommen drei Menüs zwischen 32 und 46 Euro und der Mittagstisch für 7,50 Euro. Zu Mittag gibt es am Buffet drei Gerichte, davon zwei vegetarische, die an den Wochentagen jeweils dieselben sein werden – bis auf Dienstag. Dazu bekommt man Suppe oder Salat.

Wir probierten einen vegetarischen "Thalis", einen gemischten Teller (13 Euro). Drei kleine Schälchen mit Spinat, mit Dal, mit gemischtem Gemüse standen auf dem Tablett, dazu Reis, etwas Salat und Joghurt. Das schmeckte anständig, weckte aber wenig Begeisterung. Bei den Gerichten war kaum Gestaltungswille zu spüren. Dal, der Linsenbrei und das gemischte Gemüse schmeckten genau gleich. Der Spinat erinnerte sehr an den allseits bekannten mit dem Blubb. Interessanter sind sicher die Gerichte aus dem Tandoori-Ofen, zwölf Stunden lang in Joghurt marinierte Fleischgerichte, die in einem Holzkohle-Lehmofen gegart werden. Die meisten kosten 12,50 Euro als Hauptgang oder 7,50 Euro als Vorspeise.



Getränke

Lassi, salzig oder süß, kostet drei Euro (0,33l). Softdrinks kosten zwei Euro (0,2l). Ein Fürstenberg vom Fass bekommt man für 2,50 Euro (0,33l). Günstigster offener Wein ist ein Müller-Thurgau für vier Euro (0,25l).

Fazit

Das Mahatma Gandhi liegt in einer Vorzeigeecke der Innenstadt, wo eine meist hungrige touristische Kundschaft von selbst täglich vorbei spaziert. Wohl auch deshalb orientiert man sich hier preislich lieber etwas nach oben. Man wird sehen, ob das Angebot angenommen wird. In der Nachbarschaft befinden sich mit Kreuzblume und Lichtblick zwei Restaurants, die zu ähnlichen Preisen zwar nicht mit exotischen Gerichten aufwarten aber beim Mittagstisch mit frischen, punktgenau gegarten Gerichten überzeugen – statt Selbstbedienung und Warmhaltebuffet.



Adresse

Mahatma Gandhi
Konviktstraße 33
79098 Freiburg
0761.38097977
info@mahatma-gandhi-freiburg.de
Öffnungszeiten

täglich
11.30 bis 14.30 Uhr und 18 bis 23 Uhr

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Foto-Galerie: Stephan Elsemann

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