Neueröffnung: Der Sixoeight Foodtruck verkauft Burger und Hotdogs

Daniel Laufer

Diesen Samstag rollt Freiburgs dritter Foodtruck aus: der Sixoeight. Vier Tage pro Woche wird er in Zukunft an unterschiedlichen Orten in Freiburg stehen und Burger sowie Hotdogs verkaufen. Was Dich erwartet:



Burger, Hotdogs und "Stuff", so die Aufschrift, wird es in Zukunft auf Freiburgs Straßen geben - zubereitet in einem alten UPS-Truck. An diesem Samstag hat der "Sixoeight Foodtruck" seinen ersten Tag - dann steht er am Küchenstudio Ü-Küchen an der Lörracher Straße 38.


Betreiberin Lola Hamui Heidel ist eigentlich Kunsthistorikerin und Web-Designerin - die Gastronomie habe die 48-Jährige aber "schon immer gelebt", zum Beispiel im "Hirschen" in Merzhausen. Für den Anfang unterstützt sie ihr Sohn, der gerade sein Abitur gemacht hat - langfristig will sie auch mit Aushilfen arbeiten. "Alleine schafft man das ja nicht - wir rechnen mit bis zu 100 Essen am Tag."

Fleisch, Brötchen und der Großteil des Gemüses kommen dabei aus Merzhausen - von der Metzgerei Lehmann, der Bäckerei Lay und der Gärtnerei Hiss. "Foodtrucks sind zwar ein Imbiss - aber auf Slowfood Basis", sagt Heidel. "Es riecht nicht nach altem Fett - wie vor einer Pommesbude oder einem Hähnchenwagen!"

Ihren Ursprung haben die Foodtrucks in den USA. Auch in Deutschland sind sie mittlerweile angekommen - vor allem in Großstädten wie Hamburg und Berlin gibt jede Menge von ihnen. "Eigentlich sind die Trucks eine Notlösung", sagt Heidel. "Die Pacht ist für Gastronomen mittlerweile so teuer geworden, dass man viel zu viel für das Essen bezahlt. Foodtrucks haben also geringere Kosten für hochwertigere Lebensmittel."



Nach dem UPS-Truck hat Heidel lange gesucht. Weil UPS ausrangierte Fahrzeuge üblicherweise einstampfen lasse, sei es schwierig, einen zu kriegen. "Es gibt aber Leute, die diese Trucks UPS abkaufen - sie dann aber nicht wie vorgesehen auseinandernehmen. So entsteht eine Lücke - und an die muss man kommen."

Heidel hat diese Lücke gefunden. Eine Oldtimerwerkstatt in Frankfurt hat ihren Truck umgebaut. Jetzt hat das 29 Jahre alte Gefährt eine Profiküche, sogar einen Generator und Gastank.

Das Fahrzeug spielt für eine große Rolle. Namensgebend für den "Sixoeight" ist der Motor - ein "608" von Mercedes. "Der ist 'unkaputtbar' und kriegt bis eine Million Kilometer drauf, wenn man Glück hat." Im Sommer könne sie zudem mit offenen Schiebetüren fahren. Heidel spricht von einem "Amerikagefühl" - einem "Freiheitsgefühl". "Wenn man darin arbeitet, muss man sich mit dem Fahrzeug auch identifizieren - ein normaler Imbissanhänger kam für mich nicht in Frage."

Hier unterscheidet sich der "Sixoeight" von den beiden anderen Foodtrucks, die in Freiburg regelmäßig am Straßenrand stehen: dem "Holy Taco Shack" und der "Streat Kitchen". Trotzdem entstehe keine Konkurrenzsituation. "Wir wollen uns ergänzen", sagt Heidel. In Zukunft ist ein gemeinsames Foodtruck-Festival geplant. "Das wird so ähnlich wie die Markthalle, nur draußen - und cooler."

Von Montag bis Donnerstag wird der "Sixoeight Foodtruck" nun seine regelmäßigen Standorte in Freiburg abklappern (siehe unten) - am Freitag will Heidel dann Event-Catering anbieten. Warum das funktionieren könnte? "Burger essen eh alle gerne."



Mehr dazu:

Was: Eröffnung Sixoeight Foodtruck
Wann: Samstag, 11. April 2015, 11 Uhr bis 18 Uhr
Wo: bei Bosch Car Service/Ü-Küchen, Lörracher Str. 43, 79115 Freiburg

Standorte ab dem 13. April 2015 von 11.30 Uhr bis 14 Uhr
montags: Haid Kreutzung Jechtinger Straße/Ecke Munzinger Straße
dienstags: Au bei Südstar-Getränke
mittwochs: Merzhauserstraße 114 bei der Gärtnerei Hiss
donnerstags: Lörracherstraße 38 bei Ü-Küchen [Fotos: Sixoeight Foodtruck/privat]