Neueröffnung: Das Bermuda-Café heißt jetzt Barista Davide

Laura Wolfert

Das ehemalige Bermuda-Café in der Universitätsstraße heißt seit Donnerstag Barista Davide – nach seinem neuen Inhaber Davide Conforto. Er will neben Espresso-Menta und hausgemachten Cantuccini weitere italienische Spezialitäten nach Freiburg bringen.

Die Inhaber

Davide Conforto streicht mit seiner Hand über den dunkelblauen Stoff seines Anzugs und zieht seine Ärmel zu Recht. "Ciao", sagt er und beendet sein Telefonat. Der 25-Jährige scheint aufgrund seiner Neueröffnung sehr beschäftigt.

"Ich habe sehr jung angefangen und die letzten sieben Jahre meines Lebens in Führungspositionen gearbeitet", sagt er. Der Italiener hat das ehemalige Bermuda-Café übernommen und es in "Barista Davide" umbenannt. Mit seinem ebenfalls 25 Jahre alten Betriebsleiter Pascal Geiger möchte er "wieder mehr Leben in das Café bringen".

Davide ist in Karlsruhe geboren und aufgewachsen, seine Familie stammt aus Neapel. Er ist seit mehreren Jahren in der Gastronomie tätig, geschulter Barista und hat zuletzt "als leitende Position" im Café Vikrego in Oberlinden gearbeitet. "Irgendwann kam dann der Zeitpunkt, an dem ich mir auch etwas Eigenes suchen wollte", sagt Davide. Er selbst sei Stammgast im Bermuda-Café gewesen. "Der Vorbesitzer wollte aufhören. So kam dann das eine zum anderen".

Wieder im Café zu sehen ist Pascal Geiger. Der Freiburger hat bei der Eröffnung der Bermuda-Bar – die am Samstag gegenüber des Uni-Cafés eröffnet werden soll – geholfen: das Konzept für die Abendgastronomie erstellt und sich unter anderem um die Getränkekarte gekümmert.

Pascal hat bis Dezember, insgesamt drei Jahre, im ehemaligen Bermuda-Café gearbeitet. Auf Geschäftsebene hätte es aber Unstimmigkeiten gegeben. "Deshalb die Trennung", sagt er. "Davide kam aber auf mich zu, ob ich nicht wieder Lust hätte, bei ihm anzufangen. Klar habe ich zugesagt – ich habe viel Arbeit und Leidenschaft in den Laden gesteckt".

Die Speisekarte

Espresso-Mento, Cantuccini, Piadina, Aranciata: Davide will italienische Spezialitäten nach Freiburg bringen.

Espresso-Mento ist ein Espresso mit Minze, Aranciata ist eine Orangen-Limonade und Cantuccini sind italienische Kekse, die Davides Freundin selbst herstellt. Dazu sollen Piadina angeboten werden: dünnes, italienisches Fladenbrot, das meist mit Käse und Schinken gefüllt, zusammengeklappt und aus der Hand gegessen wird.

Die Preise sollen nicht erhöht werden. "Dennoch möchte und werde ich die Qualität um einiges steigern", sagt Davide. Dafür steht hinter den Tresen eine neue Kaffeemaschine, die mit eine von ihm zusammengesetzten Röstung aus Italien gefüllt werden soll. "Eine fruchtige, intensive Mischung mit 80 Prozent Arabica und 20 Prozent Robusta Anteil". Im Sommer soll dazu viel mit Eis gearbeitet und die Vitrine in den nächsten Tagen mit Kuchen und Gebäck gefüllt werden.

Was sich sonst noch ändert

"Weniger türkisch, mehr italienisch", sagt Pascal. Morgens dürfe man seinen Espresso zu italienischen Liedern schlürfen, nachmittags laufe dann wieder die gewohnte Bermuda-Café-Musik.

Äußerlich sollen nur Kleinigkeiten geändert werden. Worauf die Gäste demnächst verzichten müssen: die Bücher-Ecke. Stattdessen stehen drei Auflade-Stationen für Handys bereit. "Die Idee mit dem Bücherverleih war gut – doch wenn man das richtig machen will, sollte man auch ein Repertoire von 40 Büchern haben. Dafür ist der Laden aber nicht gebaut", sagt Davide. Sein Konzept sei nicht darauf ausgelegt. Es ginge ihm schließlich nur um den guten Kaffee.
Was: Barista Davide

Wo: Universitätsstraße 15

Öffnungszeiten: Montag bis Samstag ab 8.30 Uhr bis 18 Uhr