Neuer Musikplayer: Songbird schlüpft aus dem Ei

Marc Schätzle

Adieu Real Player! Good Bye Winamp! Arrivederci Windows Media Player! Willkommen Songbird! Ein neuer Mediaplayer sorgt in der Multimedia-Szene seit einigen Tagen für Furore. Songbird heißt das gute Stück, der Singvogel soll iTunes & Co. Konkurrenz machen. Wir haben uns die Software mal angesehen.



Neu bei Songbird ist, dass man Musikinhalte von Webseiten direkt im Browser abspielen kann, ohne die Seite verlassen zu müssen. Es muss also kein separater Player gestartet werden. Um die Darstellung von Webinhalten ermöglichen zu können, haben sich die Entwickler des Codes von Mozillas Firefox bedient. Ein großer Vorteil sind die zahlreichen, bereits integrierten Audio Codecs: Unterstützt werden alle gängigen Musikformate, wie z.B. MPEG Audio (mpga), MPEG Layer 3 (mp3), MP4 Audio (mp4a), Ogg Vorbis, Speex, AAC, WMA, FLAC, LPCM, ADPCM und AMR. Das sind eindeutig mehr als bei iTunes.


Ebenfalls wichtig: Bei Songbird handelt es sich um einen auf Open-Source-Basis entwickelten Web Player. Das heißt: Programmierer können - genau wie bei Mozillas Firefox-Browser - eigene Erweiterungen (Extensions, Add-ons) für Songbird produzieren oder das Programm modifizieren. Es ist bekannt: Je mehr Menschen an einem Programm arbeiten, um so eher kann es den vielfältigen Nutzungsbedürfnissen der User gerecht werden. In Zukunft ist bei Songbird also mit vielen spannenden Zusatzfunktionen zu rechnen.

Die Technik-Redakteure des Schweizer Blickresümieren: "Im Grunde kann Songbird alles, was iTunes auch kann, bis hin zu automatisch generierten Playlists und anderen schlauen Features. Was ihm noch fehlt, ist genau jener Aspekt, der Apple groß gemacht hat: Die Integration mit einem schicken und einfach zu bedienenden Hardware-Player für unterwegs."

Da der Player noch in der Entwicklunsphase steckt und stetig neue Plugins entworfen werden, wird den Programmierern für Songbird sicherlich auch dafür eine Lösung einfallen.



Webradio- , Video- und Podcast-Fähigkeiten sind selbstverständlich auch mit dabei. In künftigen Versionen soll Songbird dann auch Musik von CD oder Platte rippen und brennen können.Wenn Songbird ähnliche Unterstützung wie Mozilla Thunderbird oder Firefox erhält, dann könnte er Plug-In-technisch sogar Winamp den Rang ablaufen. Für die Zukunft haben sich die Entwickler einiges vorgenommen: Songbird soll nicht nur für Windows verfügbar sein, sondern auch für alle anderen wichtigen Plattformen. Unser Eindruck: Das Ding verspricht, heiß zu werden. Geben wir dem Küken die Chance zu zeigen was es kann, nachdem es aus dem Nest entflogen ist. Piep!

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